Danilo Petrucci über MotoAmerica: «Damals hatte ich ziemlich viel Angst»
Nach einem Besuch bei der MotoAmerica in Austin sprach BMW-Pilot Danilo Petrucci über eine mögliche Rückkehr in die US-Meisterschaft und seine früheren Sicherheitsbedenken.
Danilo Petrucci muss sich für 2027 neu orientieren. Brad Binder wird seinen Platz im BMW-Werksteam der Superbike-WM übernehmen. Ob Petrucci dem Hersteller in einer anderen Meisterschaft erhalten bleibt, ist offen. Ein möglicher Weg führt zurück in die MotoAmerica, in der der Italiener bereits 2022 antrat.
Zuletzt war Petrucci
Sein Besuch war nach eigener Aussage zunächst eine Einladung zu einer Veranstaltung mit Kunden und Sponsoren. «Ich wollte einfach alle wiedersehen, beim Team sein und mir die Rennen anschauen. Leider saß ich kaum auf dem Motorrad – es waren nur ein paar Runden im Rahmen einer Werbeaktion», erklärte Petrucci. Rückschlüsse auf das aktuelle Niveau der Maschinen oder der Serie könne er daraus nicht ziehen: «Es war kein Testtag. Ich hatte keine Gelegenheit, mir ein richtiges Bild zu machen.»
Sicherheit in der MotoAmerica: Petrucci weniger kritisch als 2022
Dass der Besuch trotzdem Fragen nach seiner Zukunft auslöste, überrascht Petrucci nicht. «Wie ich schon gesagt habe, würde ich gern bei BMW bleiben. Das war eine der Ideen, über die wir gesprochen haben. Im Moment habe ich aber nichts Konkretes in der Hand», stellte er in Cremona klar. «Es war schön, in Austin zu sein, das Rennen zu verfolgen und dann zurückzukommen. Vielleicht weiß ich nach diesem Wochenende etwas mehr.»
Bei seinem MotoAmerica-Einsatz 2022 hatte Petrucci die Sicherheit einiger US-Strecken deutlich kritisiert. In Austin habe er diese Sorgen schon damals nicht gehabt: «Das war für mich eine der wenigen wirklich guten Strecken.» Seine damalige Sicht müsse man auch vor dem Hintergrund seines Wechsels aus der MotoGP verstehen. «Was die Sicherheit angeht, war der Unterschied zur MotoAmerica sehr groß. Das war für mich wirklich schwierig.»
Inzwischen sei er schmalere Strecken und weniger perfekten Asphalt eher gewohnt. «Damals hatte ich ziemlich viel Angst. Dazu kam ein Sturz, nach dem ich im Innenbereich der Strecke liegen blieb. Darüber war ich sehr verärgert», erinnerte sich Petrucci. Heute schätze er manches anders ein. Ob er deshalb 2027 wieder dauerhaft in den USA fahren wird, bleibt jedoch offen.
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