Charles Leclerc (Ferrari) nach Heim-GP-Aus: «Fast schon gefährlich!»
Charles Leclerc crashte bei seinem Heim-GP in Monaco. Nach dem Rennen erhob er schwere Vorwürfe über die Strategie und über seine Bremsen, die seit zwei Rennen nicht richtig funktionieren.
Ist der Monaco-Fluch von Charles Leclerc etwa zurück? In Runde 66 crashte der Monegasse bei seinem Heim-Rennen in der Formel 1 aus, schlug in der letzten Kurve ein – dort also, wo sechs Runden zuvor auch Lance Stroll in der Barriere gelandet war und wo dann wenig später der Asphalt überprüft wurde, der aufgebrochen war und damit zur langen Rot-Unterbrechung geführt hatte. Für Leclerc war mit Einschlag das Rennen beendet. Und der Monegasse war danach maßlos enttäuscht. Denn der Asphalt war noch sein geringstes Problem. Er hatte mit den Bremsen zu kämpfen.
Große Bremsprobleme bei Leclerc
Leclerc nach seinem Aus: «Die Daten sprechen für sich selbst. Ich weiß nicht, wie weit ich ins Detail gehen kann, aber es ist sehr frustrierend. Es ist, als hätte ich keine Bremsen. Etwas stimmt da nicht. Als ich aufs Gaspedal bin, hat es in den Vorderradbremsen viel mehr gebremst als gedacht. Und in den Hinterradbremsen war es, als hätte ich keine Bremsen.» Und so der Einschlag.
Seit zwei Rennen Probbleme
Leclerc verrät: Das Problem ist nicht neu. Der Ferrari-Pilot: «Damit mühe ich mich schon seit zwei Rennen ab. Die Bremsen sind on und off. Es ist unmöglich, die Kontrolle zu haben. Es gibt eine Lösung und Lewis ist vor drei oder vier Rennen in diese Richtung gegangen. Für mich war es heute aber einfach unfahrbar.»
Bei den Kollegen vom englischen Sky wird er dann richtig deutlich: «Ich habe nicht viele Worte. Ich sehe aus wie ein Idiot. Wenn man wegen seines eigenen Fehlers aussieht wie ein Idiot, dann ist das in Ordnung. Aber das ist fast schon gefährlich.» Heißt also: Der Fehler liegt seiner Meinung nach nicht bei ihm, sondern bei Ferrari.
Streit über einen Boxenstopp
Schon vor dem Einschlag war Leclerc angefressen gewesen. Als nach dem Stroll-Unfall das Safety-Car rauskam, rief in Ferrari zum Reifenwechsel. Am Funk schäumte er, fragte merklich sauer «Warum zur Hölle machen wir einen Stopp?» und «Warum lasst ihr mich nicht draußen?». Später erklärt er: «Ich wollte draußen bleiben, die Reifen waren ziemlich gut.»
Sein Fazit: «Extrem frustriert. Extrem wütend. Extrem traurig, denn hier bin ich zu Hause. Aber heute bin ich nicht wütend auf mich selbst, und ich bin… es ist schwer.»
Leclerc und der Monaco-GP – das ist eine komplizierte Geschichte. 2019 hatte er einen Unfall, fiel aus. 2021 konnte er kurzfristig nicht ins Rennen starten, weil in Folge eines Einschlags am Vortag der Motor getauscht werden musste. 2022 startete er von Pole, wurde Vierter, 2023 enttäuschender Sechster. Dann die Wende: 2024 gewann er dann endlich seinen Heim-GP. Der Bann schien gebrochen. 2025 wurde er Zweiter. Und nun wieder eine reine Enttäuschung für Leclerc bei seinem Monaco-GP…
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