Feuerwehrmann Liam Lawson (Red Bull Racing): Erwartungen übertroffen
Liam Lawson ersetzte in den vergangenen Rennen Isack Hadjar bei Red Bull Racing. Teamchef Laurent Mekies über seinen Schützling: «Er hat das besser gemeistert, als wir es uns hätten erhoffen können.»
Drei Grands Prix verpasste Isack Hadjar seit der Sommerpause mit einer Verletzung am Handgelenk. Der junge Franzose hatte sich im Sommer beim Training verletzt, verpasste erst Zandvoort, dann Monza und letzte Woche auch Madrid. Ob er in einer Woche in Baku wieder für Red Bull Racing am Steuer sitzt, will das Team mit ihm gemeinsam in den nächsten Tagen entscheiden.
In den drei Rennen, die Hadjar verpasste, sprang Liam Lawson für ihn bei Red Bull Racing ein. Der Neuseeländer fährt ja eigentlich bei beim Schwesterteam Racing Bulls (und wurde dort in allen drei GPs wiederum von Yuki Tsunoda vertreten). Doch auch Red Bull Racing kennt er gut, fuhr dort die ersten beiden Saisonrennen 2025. Und auch einzuspringen, spontan bereit und flexibel zu sein, kennt er: 2023 und 2024 sprang er jeweils schon als Ersatzfahrer bei seinem heutigen Team ein. Lawson, der Feuerwehrmann der Formel 1.
Mekies: Lawson hat seine Sache sehr gut gemacht
Wie beurteilt Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies die Leistung von Liam Lawson in den vergangenen drei Rennen? Der französische Ingenieur: «Ich finde, er hat seine Sache sehr gut gemacht. Wir wissen alle, wie schwierig es ist, zu einem anderen Team und in ein anderes Auto zu wechseln, und ich denke, er hat das besser gemeistert, als wir es uns hätten erhoffen können.»
In Madrid wurde Lawson sogar starker Sechster. Mekies sagte nach dem Spanien-GP: «Mit Platz 6 hat er heute einige sehr wichtige Punkte geholt. Das Gleiche hat er in Zandvoort geschafft, und in Monza hätte er ohne den Kontakt mit Nico und den Schaden am Vorderrad ein ähnliches Ergebnis erzielt.» Da kam’s zur Berührung mit Nico Hülkenberg, Lawson wurde 14.
Mekies beobachtet: «Er hat sich als Fahrer weiterentwickelt. Er ist im Auto sehr ruhig und sehr konzentriert. Ich weiß nicht, ob er sich besonders anstrengt oder nicht, aber es ist ihm auf jeden Fall gelungen, die Dinge einfach zu halten, sowohl in der Zusammenarbeit mit dem Team als auch in der Art und Weise, wie er seine eigene Leistung und die des Autos angeht. Er konzentriert sich also auf das Wesentliche, versucht, die Grundlagen richtig hinzubekommen, und das funktioniert für ihn.»
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