Ferrari-Teamchef Fred Vasseur: Sepang ein Hoffnungsschimmer?
Nach einem schwierigen Formel-1-Wochenende in Baku zeigt sich Ferrari-Teamchef Fred Vasseur zuversichtlich, dass es in dieser Woche in Sepang zum Bahrain-GP besser laufen dürfte für die Scuderia.
Kann Ferrari in den nächsten Rennen noch mal WM-Leader Mercedes unter Druck setzen? Die Scuderia ist in beiden Weltmeisterschaften erster Silberpfeil-Jäger, hatte aber in Baku ein Formtief: Lewis Hamilton Sechter, Charles Leclerc Vierter.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur sagt vor dem Rennen in Malaysia: «Sepang ist eine Rennstrecke, die ganz andere Herausforderungen mit sich bringt als die Strecken, auf denen wir zuletzt zu Gast waren. Die Anforderungen an das Auto und den Fahrer sind hoch, und wechselnde Bedingungen können im Laufe des Wochenendes eine wichtige Rolle spielen.» Die Strecke in Sepang hat die berühmte lange Doppel-Gerade mit der Spitzkehre. Das Wetter in Malaysia ist drückend-schwül, heiß und wechselhaft. Regenschauer, sogar Gewitter sind an der Tagesordnung. Die Stadt hängt derzeit im Dunst von Luftfeuchtigkeit und Rauch von Feuern auf den Nachbarinseln.
Wettbewerbsfähigkeit allein reicht nicht aus
Vasseur: «Wie wir in den letzten Rennen gesehen haben, liegt das Feld dicht beieinander, und Wettbewerbsfähigkeit allein reicht nicht aus. Es ist entscheidend, alle Aspekte des Wochenendes unter einen Hut zu bringen. Wir müssen konzentriert bleiben und jede sich bietende Gelegenheit nutzen, um das bestmögliche Ergebnis einzufahren.»
Sepang besser als Baku?
Nach dem Rennen in Baku hatte Vasseur angekündigt, dass die Rennstrecke in Malaysia dem Ferrari wohl besser zupasskommen dürfte als Aserbaidschan. Vasseur: «Wahrscheinlich mehr als in Baku. Ich glaube, Baku ist die schwierigste Strecke der Saison für uns. Wenn man sich die Empfindlichkeit des Motors ansieht, sind Monza und Baku die beiden Extreme. Und dann haben wir noch Singapur, eine Strecke, auf der wir besser abschneiden können als an diesem Wochenende.» Dort wird eine Woche später gefahren.
Mit Blick auf den restlichen Saisonverlauf sagte Vasseur: «Wir werden Upgrades mitbringen und bis zur letzten Kurve weiter Druck machen. Ich weiß nicht, ob die letzte Kurve im Nahen Osten oder woanders sein wird, aber wir werden bis zur letzten Kurve Druck machen.» Er spielt damit auf die noch unklare Situation rund um den Austragungsort der letzten beiden Rennen in Katar und Abu Dhabi an. Stichwort Naher Osten – das Rennen in Malaysia findet ja unter dem Namen Bahrain-GP statt, weil das Bahrain-Rennen aus dem April jetzt Anfang Oktober in Malaysia nachgeholt wird.
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