Mercedes: Flügel-Trick in China? Gegner skeptisch, Team spricht von Defekt
Mindestens ein Mercedes-Gegner wurde in China aufmerksam auf ein seltsames Verhalten des Frontflügels am Auto von Sieger Kimi Antonelli. Die FIA akzeptiert die Erklärung, das sei ein Defekt gewesen.
Der Frontflügel der neuen Rennwagen-Generation mit aktiver Aerodynamik ist in Sachen Mechanismus klar definiert: Es gibt zwei Einstellungen, offen oder geschlossen (oder flach und steil gestellt), und die Änderung vor der einen Einstellung zur anderen muss innerhalb von 0,4 Sekunden vollzogen sein.
Nach dem Grossen Preis von China klopften die Gegner von Mercedes bei den Regelhütern an. Denn Bilder zeigten: Am Wagen von Kimi Antonelli hält das verstellbare Element kurz inne auf halbem Weg, bevor es in die steile Position geht.
Angeblich soll ein Team besonders intensiv nachgefragt haben bei den FIA-Offiziellen, ob hier beim Siegerauto alles mit rechten Dingen zugehe.
In Japan bestätigt die FIA: ja, tut es. Mercedes hat der Regelpolizei darlegen können, dass es sich beim zögerlichen Verstellmechanismus um ein Hydraulikproblem handelte.
Die FIA ist überdies nicht der Ansicht, dass Mercedes durch diesen angeblichen Trick einen Vorteil gewonnen habe. Ganz im Gegenteil – in dieser Zwischeneinstellung wird die Aero-Balance in der heiklen Bremszone beeinträchtigt.
Mercedes hat versprochen, das Problem zu beheben. Es wird keine weitere Untersuchung geben.
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