Nico Rosberg: «Dafür werde ich Max Verstappen für immer dankbar sein»
Als Nico Rosberg 2016 in Abu Dhabi das titelentscheidende Formel-1-Rennen fuhr, fürchtete er nicht nur seinen damaligen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton, wie der Deutsche rückblickend offenbart.
Es war ein erbitterter teaminterner WM-Kampf, den Lewis Hamilton und Nico Rosberg in der Saison 2016 austrugen. Das Duo hatte eine zermürbende Saison hinter sich, als es zum letzten Kräftemessen nach Abu Dhabi reiste. Und der spätere Champion Rosberg wusste, dass er einen Top-3-Platz brauchte, um sich den Gesamtsieg gegen den mehrfachen Weltmeister an seiner Seite zu sichern.
Auch sein damaliger Mercedes-Stallgefährte und Titelkontrahent wusste das, und Hamilton reagierte clever. Er bremste das Feld ein und trieb Rosberg damit in die Arme der Gegner. Und weil der Deutsche früh an die Box abbog, um sich neue Reifen zu holen, fand er sich hinter Max Verstappen wieder. Der Niederländer wollte aber nicht so schnell an die Box abbiegen, sodass Rosberg sich gezwungen sah, den Red Bull Racing-Star zu überholen, denn von hinten machten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel Druck.
Rosberg erinnert sich im «Beyond The Grid»-Podcast: «Das war wahrscheinlich der extremste Augenblick meiner ganzen Karriere, als mir mein Renningenieur Tony Ross, dem ich so dankbar bin, am Funk erklärte, dass mein Titel auf dem Spiel stehe und ich Max in den nächsten beiden Runden überholen muss. Was? Man überholt Max Verstappen nicht einfach so.»
Fairer Gegner: Max Verstappen lässt Rosberg genug Raum
Trotz des Schocks fand er einen Weg vorbei am schnellen Red Bull Racing-Star, und schaffte es so als Zweiter hinter Sieger Hamilton und vor Vettel ins Ziel. Damit hatte er den WM-Titel erobert. Fast zehn Jahre später erinnert sich Rosberg noch gut an die Art und Weise, wie sich Verstappen gegen das entscheidende Überholmanöver gewehrt hatte.
«Es war ein überragendes Manöver, und dafür werde ich Max Verstappen für immer dankbar sein, denn er war fair und liess mir genug Platz. Wirklich für immer sehr dankbar, vielen Dank», schwärmt der Champion von 2016, der auch verriet: «Als es vorbei war, begann mein Fuss auf dem Gaspedal so stark zu zittern – von der Angst und dem ganzen Adrenalin, das war unkontrollierbar. Ich hatte das nie wieder, diese Erfahrung. Ich hatte es auch nie zuvor. Mein Fuss war unkontrollierbar vor lauter Adrenalin.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





