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Formel 1

Kolumne

Rätsel Racing-Raritäten: Mit einmaligem Einsatz in eine mehrwöchige Pause

Bei unserem Rätsel Racing-Raritäten ist ein Pilot, zu sehen, der nur einmal für diesen Traditions-Rennstall an den GP-Start gegangen ist. Vorsicht: Unser Rätsel macht damit eine mehrwöchige Pause!

Im Artikel erwähnt

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Wer ist das? Wo und wann ist das Foto entstanden?
Wer ist das? Wo und wann ist das Foto entstanden?
Foto: Grand Prix Photo
Wer ist das? Wo und wann ist das Foto entstanden?
© Grand Prix Photo

Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und rätseln Sie um die Ehre mit – zu gewinnen gibt es nichts. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist normalerweise Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr. Dieses Mal jedoch verabschiedet sich das Rätsel mit der Ausgabe vom 5. Mai in eine mehrwöchige Pause.

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Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die im Rahmen des Rätsels übermittelten Daten werden ausschliesslich zur Durchführung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Für das neue Rätsel gilt: Dieser vielseitige Fahrer trat nur einmal für dieses Tradtions-Team an. Und auch die Fahrzeugnase ist für diesen Rennwagen eine Rarität.

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Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Dieser Fahrer hiess wie ein Land, stammte aber nicht aus diesem. Zu sehen ist er auch nicht auf seinem Heimat-Kontinenten, sondern auf zuvor unbekanntem Terrain für die Formel-1-Fahrer.

Die Lösung: Im Vordergrund steht das Auto von Lotus-Fahrer Innes Ireland aus Schottland, zu sehen in Sebring (Florida) 1959.

Innes Ireland nahm von Zandvoort 1959 bis Mexiko 1966 an insgesamt 50 WM-Läufen teil, er schrieb ein Stück Formel-1-Historie als Sieger des Grand Prix der USA 1961 – und damit als erster F1-Sieger mit der Marke Lotus.

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Ireland war so mutig wie trinkfest, seine Biographie "All Arms and Ellbows" ist bis heute eines der besten Motorsportbücher, aus einer Epoche, als noch kein Mensch wusste, was politisch Korrektheit ist.

Wir können allen Rätsel-Teilnehmern nur empfehlen, sich dieses Buch zu beschaffen.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Abenteuer, das Ireland im Anschluss an obigen Südafrika-GP 1962 erlebte.

Am 29. Dezember 1962 wurde Graham Hill in East London (Südafrika) neuer Champion. Viel Zeit zum Feiern und Ausruhen gab es nicht: Am 5. Januar sollte Hill bei einem nicht zur WM zählenden Formel-1-Rennen in Neuseeland antreten.

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Direktflüge waren damals eine Seltenheit: die Maschinen hatten einfach zu wenig Reichweite. Nach einem Zwischenstopp in Nairobi kamen Hill und sein Reisebegleiter Innes Ireland in Karachi an. Von dort sollte es mit einer Maschine der BOAC nach Sydney (Australien) weitergehen.

Leider verspätete sich die BOAC, was den pakistanischen Behörden die Gelegenheit gab, die Dokumente der Herren Hill und Ireland etwas genauer zu betrachten. Dabei stellte sich heraus: kein Zertifikat für eine Impfung gegen Gelbfieber. Worauf die beiden Formel-1-Piloten prompt ins Gefängnis gesteckt wurden!

Graham Hill später: "Es sah ziemlich grimmig aus – vor den Gitterstäben patroullierten Soldaten mit aufgesetztem Bajonett. Allerdings erwiesen sich die Pakistani als sehr zuvorkommende Gastgeber, die Behausung mal abgesehen. Wir bestellten eine Flasche Brandy, die im Nu leer war, und dann gleich noch eine. Neujahr verbrachten wir somit zwar hinter Gittern, aber in zunehmend guter Laune."

Mit einem Tag Verspätung landete die BOAC dann doch noch, und zwei leicht ramponierte Briten wurden Richtung Sydney eingeladen.

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Nach seiner Rennkarriere wurde Ireland ein scharfsinniger und scharfzüngiger Formel-1-Reporter für die US-amerikanische Road & Track.

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