Sprint-Quali Singapur: Verstappen-Pole, vor Russell & Leclerc, Antonelli P7
Marina Bay Circuit in Singapur: Max Verstappen wird den letzten Sprint der GP-Saison 2026 vom 10. Oktober von Pole-Position aufnehmen, Bestzeit vor Russell und Leclerc. Kimi Antonelli nur P7.
Red Bull Racing-Star Max Verstappen hat sich für den ersten Formel-1-Sprint in Singapur die beste Ausgangslage gesichert – er ist in der Sprint-Quali der schnellste Mann und erobert seine elfte Pole für die kurzen F1-Rennen, seine erste in dieser Saison. Knapp dahinter: George Russell im Mercedes und Charles Leclerc im Ferrari.
Die Sprint-Quali begann bei 30 Grad Lufttemperatur, die Bahn bei 45 Grad, Luftfeuchtigkeit 78 Prozent, aber kein Regen in Sicht. Die Fahrer in den ersten zwei Quali-Segmenten auf den mittelharten Pirelli-Reifen (gelb markiert), erst im Top-Ten-Wettbewerb der letzten Zehn dann auf den rot gekennzeichneten, weichen Reifen der Italiener.
Bei nur 12 Minuten Laufzeit in Q1 taktierte keiner, sofort ordentlich Betrieb auf der Bahn. Die Rennstrecke (sehr schmutzig im einzigen freien Training) nach viel Kehren in besserem Zustand. Mercedes verblüffte mit zwei Aufwärmrunden.
Schon nach vier Minuten gelbe Flagge: Der frühere Singapur-Sieger Sergio Pérez fuhr in Kurve 4 in die TecPro-Begrenzung, Frontflügel abgeschlagen. Der Mexikaner kehrte zur Box zurück und verlor dabei seinen Frontflügel. Wenig verwunderlich, wenn sich der WM-Zweite von 2022.
Prompt rote Flagge, weil die Bahn geputzt werden musste. Zahlreiche Fahrer wurden da kalt erwischt, so etwa Ferrari-Ass-Charles Leclerc.
Stand als die Uhr bei noch sechs Minuten stillstand: Hamilton, Alonso, Gasly, Colapinto, Stroll, alle Anderen hatten noch gar keine Runde und standen nun tüchtig unter Druck.
Piastri und Bottas waren zu schnell bei doppelter gelber Flagge, auch das kann ein Nachspiel haben.
Und Hamilton petzte über Verstappen: «Er hat mich unter Gelb überholt.» Aber Max am Funk: «Ich habe Lewis vorbeigelassen, das war vor der gelben Flagge, aber ich wollte sichergehen.» Die FIA schaute sich das dennoch an. Und sie ermittelte tatsächlich gegen Pérez – wegen Fahrens mit Auto in unsicherem Zustand. Doch diese Untersuchung wurde gleich wieder eingestampft, ein wenig unverständlich. Verstappen wurde für eine Plauderei nach der Quali aufgeboten.
Die Rennpolizei hier: Felix Holter (Deutschland), Matthew Selley (Australien), Pedro Lamy (Portugal) und Paul Ng (Singapur).
Nach zehn Minuten Zwangspause ging es weiter. Kurioserweise mit Pérez ganz vorne, der das alles ausgelöst hatte.
Leclerc rückte hoch auf P2 hinter Hamilton, gefolgt von Russell, Hülkenberg und Antonelli. Dann Norris hoch auf Platz 3.
Verstappen versuchte, sich eine Lücke zu schaffen für eine möglichst ungestörte Runde. Das klappte – Verstappen vorne, Leclerc Zweiter. Aber knapp war das schon. RBR-Teamchef Laurent Mekies: «Das war ein wenig ungemütlich, denn da kannst du natürlich immer in eine gelbe Flagge geraten. Zum Glück ging alles gut.»
Out nach dem ersten Quali-Segment: Lindblad auf P17, dann Stroll, Albon, Pérez, Bottas und Sainz.
Top-Ten: Verstappen, Leclerc, Russell, Hamilton, Hülkenberg, Hadjar, Norris, Piastri, Antonelli und Gasly.
Die zehn Minuten von Q2 begannen mit Verzögerung, weil es ein Problem mit der Zeitnahme gab, wie die FIA zugeben musste. Die Zeitnahme war zuvor zum Schluss von Q1 eingefroren, die Reihenfolge war eine Weile lang unklar.
Max Verstappen setzte gleich mal eine Duftmarke, Isack Hadjar aber hatte einen Schnitzer und verlor Zeit. Antonelli schneller als Russell und auf P2. Aber das alles konnte Lewis Hamilton im Ferrari noch besser – neue Bestzeit des 41-jährigen Engländers. Leclerc sogar noch schneller als Hamilton, auf einmal war Ferrari da.
Hamilton am Funk: «In den letzten Kurven ist mir das Heck weggewischt.» Vielleicht waren da die Reifen auch zu heiss geworden.
Russell leistete sich einen Schnitzer nach der Anderson-Brücke, rechtes Vorderrad stehengelassen. Er musste einen neuen Anlauf nehmen, denn er war da nur noch auf P11 zu finden. Aber der Brite konnte sich retten
Out nach Q2: Colapinto als Elfter, dann Hülkenberg, Bearman, Bortoleto, Alonso und Ocon.
Top-Ten und damit in Q3: Leclerc, Hamilton, Norris, Russell, Verstappen, Hadjar, Antonelli, Piastri, Lawson und Gasly.
In Q3, nun also mit dem weichsten Pirelli-Gummi, hatten die Fahrer nur noch acht Minuten Zeit, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Spannend auch die Frage, ob sich das bisherige Kräfteverhältnis durch den weicheren Gummi verändern würde. Antonelli, Verstappen und Hadjar hatten im einzigen freien Training verzichtet auf einen Lauf mit den weichen Walzen.
Aufregung bei Red Bull Racing: Da gab es ein Problem am Wagen von Max Verstappen, der Niederländer zunächst nicht auf der Bahn.
Weltmeister Lando Norris legte vor: Bestzeit vor Piastri, Russell und Antonelli. Das liess sich Charles Leclerc nicht bieten – der Monegasse vorne, 19 Tausendstel schneller als Norris.
Lewis Hamilton haute voll rein, verschenkte die Pole aber im letzten Pistenteil, Platz 3.
Schlusswort von Max Verstappen: Bestzeit und damit Pole für den Sprint von Singapur.
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