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Supersport-Training Estoril: Top-3 der WM liegen hinten – Rekord wackelt
Dass Danilo Petrucci in der nächsten Saison nicht mehr für das BMW-Werksteam startet, steht seit Monaten fest. SPEEDWEEK.com verriet der Italiener, wie er seine sportliche Zukunft einschätzt.
Bereits im Juli war klar, dass nach dieser Saison der Südafrikaner Brad Binder den Platz von Danilo Petrucci im Superbike-Werksteam von BMW übernehmen wird. Anfang September sprachen Petrucci und BMW erstmals öffentlich über die Trennung in der Weltmeisterschaft, versicherten aber,
Mitte September reiste «Petrux» nach Texas und verbrachte mehrere Tage mit dem Team OrangeCat, die engagierte Truppe organisierte sogar einen Track-Day, bei dem Danilo mit der Stockversion der M1000RR zirka 30 Runden drehen konnte. «
Damals deutete vieles daraufhin, dass Petrucci in die MotoAmerica zurückkehrt. Als seine Karriere als MotoGP-Stammfahrer nach der Saison 2021 zu Ende ging, bestritt der Italiener im folgenden Januar auf einer KTM die Rallye Dakar – und gewann sogar eine Etappe! 2022 trat er auf einer Werks-Ducati in der US-Superbike-Meisterschaft für das Team Warhorse HSBK an, siegte in fünf Rennen und wurde hinter Jake Gagne (Yamaha) Vizemeister.
Inzwischen hat sich für den dreifachen Superbike-WM-Laufsieger noch eine weitere sportliche Möglichkeit ergeben.
«Unterm Strich sind das bislang alles nur Gespräche, sie haben mich gefragt, ob ich verfügbar bin», erzählte Petrucci beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Estoril. «Ich habe noch nichts für die USA unterschrieben und warte auf Antworten von BMW. Das ist für mich Möglichkeit Nummer 1. Gleichzeitig hat mich Go Eleven gefragt. Im Moment bleibt mir nichts anderes übrig, als abzuwarten. Sponsor Pata steigt ein, möchte aber ein Team mit zwei Motorrädern. Dafür muss erst die notwendige Struktur geschaffen werden. Für mich stellt sich die Situation in den USA und bei Go Eleven so dar, dass die Entscheidung zwischen mir und einem jungen Fahrer fällt.»
Sollten sich beide Möglichkeiten verflüchtigen, käme Petrucci auch damit klar. «Ich genieße das Motorradfahren und das Trainieren», unterstrich der 35-Jährige. «Es gibt aber auch andere interessante Dinge. Ich würde gerne den Flugschein und den Bootsführerschein machen und ich habe inzwischen drei Restaurants. Ich habe viel zu tun, auch wenn das nicht so aufregend ist wie mein Job jetzt. Ich kann nicht forcieren, was geschehen wird – ich bin im Reinen mit mir.»
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