Fabio Quartararo (7.) zu seinem Crash: «Das Schlimmste war das Kiesbett!»
Im MotoGP-Zeittraining flog Fabio Quartararo bei hoher Geschwindigkeit von seiner Yamaha. Danach hatte er Schmerzen. «Zum Glück ist nichts gebrochen.» Mit der M1 hatte er dennoch ein gutes Gefühl.
Fabio Quartararo stellte am Freitag in Mandalika erneut unter Beweis, dass er auf einer schnellen Runde aus der Yamaha M1 alles herausholen kann. Im MotoGP-Zeittraining war er immer bei den Schnellsten dabei. Kurz vor der Hälfte der einstündigen Session rutschte dem Franzosen in Kurve 8 das Vorderrad weg. Er wurde mit hoher Geschwindigkeit ins Kiesbett geschleudert – danach war Quartararo etwas benommen, er konnte aber wieder aufstehen.
Dann ging es zurück in die Box und wenige Minuten später fuhr der MotoGP-Weltmeister von 2021 mit seinem Ersatzbike seine bis zu diesem Zeitpunkt schnellste Runde am Freitag. Nach den turbulenten letzten Minuten, in denen es einige Stürze gab, landete Quartararo am Ende mit 0,833 Sekunden Rückstand auf Rang 7 – der direkte Q2-Einzug war wieder einmal geschafft.
Hat Quartararo den Sturz halbwegs gut überstanden? «Auf der linken Seite tut es ein bisschen weh. Der Sturz war schnell, war aber nicht besonders heftig», schilderte er. «Das Schlimmste war, ins Kiesbett zu geraten. Zum Glück ist nichts gebrochen, nur ein paar Muskelprobleme am Daumen, sodass ich wieder aufs Motorrad steigen konnte. Morgen werde ich aber wohl mit ein paar Schmerzen aufwachen.»
Quartararo: «Dann katapultiert es dich in die Höhe»
Der direkte Q2-Einzug wird die Schmerzen etwas lindern. «Nach so einem Sturz, wenn man einen Neustart machen muss und zwei Zeitenjagden fahren muss, ist das nicht gerade der beste Weg, um wieder aufs Motorrad zu steigen, aber eigentlich habe ich mich ziemlich gut gefühlt», erklärte der 27-Jährige. «Die Reifen haben sich viel besser angefühlt als letztes Jahr. Insbesondere der Medium-Reifen, der sonst eine lange Aufwärmphase hat – dieses Jahr ging es viel schneller. Was das Gefühl mit unserem Motorrad angeht: Uns fehlt es an Grip und beim Einlenkverhalten, aber hier gibt es nicht so viele Geraden, was uns sehr hilft.»
Zurück zum Sturz: Wenn man so wie Quartararo mit hoher Geschwindigkeit ins Kiesbett fliegt, überschlägt es einen. Solche Stürze können fatal enden. «Ich hatte Glück, weil der Sturz nichts Spektakuläres war. Aber sobald man im Kies landet, ist es schlimm. Sie müssen in diesem Bereich etwas unternehmen.» Wie kann man die Kiesbetten auf dieser Strecke verbessern? «Sie müssen zumindest auf die Höhe des Asphalts angepasst werden. Sie sind jetzt ein bisschen höher und wenn du jetzt dort hineinrutschst, dann katapultiert es dich in die Höhe», beschrieb «El Diablo» das Problem. «Ich denke also, dass die Kiesbetten zu hoch ist.»
Fabio Quartararo sieht noch Luft nach oben
Quartararo war am Freitag in Mandalika erneut der beste Yamaha-Pilot. Alex Rins, Jack Miller und Toprak Razgatlioglu belegten die Ränge 11, 12 und 16, was insgesamt kein so schlechtes Ergebnis ist. Weshalb lief es am Freitag auf Lombok besser als zuletzt? «Ich weiß es nicht. Letztes Jahr waren aber am Freitag auch drei Yamaha unter den Top-10. Ich glaube, das ist nur in Silverstone und hier passiert», grübelte Quartararo. «Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ja, zumindest fühle ich mich auf dem Motorrad ganz gut. Ich habe gesehen, dass mein Speed ganz gut war, und ich habe versucht, noch etwas mehr zu pushen. Aber das gewisse Extra, das ich mir vorgenommen hatte, war nicht möglich. Ich fühle mich ganz gut – uns fehlt einfach der Grip und ein gutes Kurvenverhalten, aber wir hatten schon ein viel schlechteres Fahrgefühl.»
Was ist am Samstag im Qualifying möglich? «Mal sehen. In Japan bin ich, glaube ich, am Freitag Siebter oder Achter geworden, dann bin ich im Qualifying auf Platz 12 gelandet. Meine Erwartung ist es, in die ersten drei Startreihen zu kommen», meinte Quartararo. «Ich glaube, wir haben noch etwas Luft nach oben, denn das Setup des Motorrads war noch nicht ganz optimal, und was mein Fahrgefühl nach dem Sturz angeht: Bei der ersten Zeitenjagd habe ich etwas Zeit verloren, bei der zweiten habe ich mich dann deutlich verbessert. Wir haben noch etwas Luft nach oben, aber die anderen sicher auch.»
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