Strafe für Nico Hülkenberg (Audi), Platz 9 verloren, Timo Glock fassungslos
So dicht liegen Höhen und Tiefen in der Formel 1 beisammen: Kurz vor Schluss schien Nico Hülkenberg in Monaco P9 entgegen zu fahren, dann kam eine harte Strafe. Zu Unrecht, wie Timo Glock findet.
Darüber wurde nach dem aufregenden Grand Prix von Monaco in den Fan-Foren heiss diskutiert: Viele Strafen in Monaco, einige davon durchaus fragwürdig. Wie etwa der Zehnsekunden-Hammer gegen Nico Hülkenberg und Audi, womit Platz 9 futsch war.
Hülkenberg nach dem Rennen: «Natürlich bin ich mit der Strafe nicht einverstanden. Das Feld kam da zur Loews herunter, Ocon vor uns war gewaltig am Herumrudern, ich musste ganz an die Innenseite tauchen, war schon auf dem Randstein, die Lenkung voll nach links eingeschlagen, dann hat Sainz zugemacht und ab da war die Berührung nicht mehr zu vermeiden. Für mich war das ein Rennzwischenfall.»
Nico bekommt Recht vom früheren Formel-1-Fahrer Timo Glock, der die Monaco-Action in Diensten der deutschen Sky verfolgt hat. Timo meint: «Für mich ist die Bestrafung für Hülkenberg nicht nachvollziehbar. Er hat sich für die Innenseite entschieden, und von aussen kam Carlos Sainz reingebrochen. Das ist in Monaco für mich ein normaler Rennunfall. Nico konnte sich schliesslich nicht in Luft auflösen.»
Timo Glock zum jenem Duell der Mercedes-Fahrer, das viele Fans schon als entschieden ansehen: «Kimi Antonellis Körpersprache hier in Monaco hat mich tief beeindruckt. Der kam bester Dinge nach Monte Carlo, strotzend vor Selbstvertrauen und sagte als Erstes, welchen Bock er aufs Formel-1-Fahrer hier hat.»
«Dann war er seinem Teamgefährten George Russell vom ersten Training an voraus und zwar deutlich. Mit 19 Jahren so abgeklärt zu sein, hier in Monaco keinen Fehler zu machen und den fünften Sieg der Saison einzufahren – Hut ab.»
George Russells Formtief ordnet Glock so ein: «Das kann auch damit zu tun haben, dass sich ein paar Parameter im Auto geändert haben, die ihm nicht mehr entgegenkommen. Er hat nicht mehr dieses letzte Vertrauen, dieses gute Gefühl ins Auto. Dazu kommt der Druck mit einem Kimi Antonelli, der ein ums andere Mal abliefert und kaum Fehler macht. Das setzt George gewaltig unter Zugzwang.»
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