Schumacher, Hamilton & Co: Formel-1-Legenden in Ungarn mit Kurven geehrt
Auf dem Hungaroring haben die Kurven jetzt Namen bekommen. Geehrt wurden damit Formel-1-Legenden wie Michael Schumacher und Ayrton Senna. Auch Rekord-Sieger Lewis Hamilton hat seine eigene Kurve.
Der Hungaroring erstrahlt in diesem Jahr nicht nur in neuem Glanz nach umfangreichen Umbauarbeiten: Jetzt haben auch die Kurven neue Namen bekommen. Dabei werden auch viele Formel-1-Legenden geehrt.
Voriges Jahr beim Ungarn-GP durften Fans anlässlich des 40-jährigen Streckenjubiläums abstimmen, wie die 14 Kurven des Hungarorings künftig heißen sollen. Dabei herausgekommen ist eine bunte Mischung aus Formel-1-Legenden und Lokalkolorit.
Kurve 1: Piquet
Nelson Piquet gewann die ersten beiden Ungarn-GPs 1986 und 1987. Passend, dass ausgerechnet die erste Kurve nach dem Brasilianer benannt wurde: Hier gelang ihm 1986 sein legendäres Überholmanöver gegen Ayrton Senna.
Kurve 2: Hamilton
Lewis Hamilton ist der Rekordsieger auf dem Hungaroring. Der Brite kommt auf stolze acht GP-Siege und neun Pole-Positions beim Ungarn-GP. Er sagte kürzlich in einem Interview, dass, sollte jemals auf dem Hungaroring eine Kurve nach ihm benannt werden sollte, es die zweite sein sollte. Manchmal gehen Wünsche in Erfüllung – Kurve 2 ist nun die «Hamilton-Kurve». Auf seiner Heimstrecke in Silverstone ist bereits eine Gerade nach ihm benannt.
Kurve 4: Mansell
1989 tankte sich Nigel Mansell auf dem Hungaroring von Platz 12 zum Sieg durch. 1992 machte er hier außerdem die WM klar.
Kurve 11: Alesi
Die Kurve 11 wurde unter ungarischen Fans schon länger «Alesi» genannt. Jetzt steht sein Name auch offiziell auf dem «Klingelschild»: Jean Alesi, der hier 1995 ein starkes Rennen fuhr, war bei der Benennungszeremonie vor Ort mit dabei.
Kurve 12: Schumacher
Michael Schumacher hat in seiner Formel-1-Karriere vier und damit die zweitmeisten Siege auf dem Hungaroring geholt. 2001 machte er hier seinen vierten WM-Titel klar. Ihm wird die fast rechtwinklige Kurve 12 gewidmet.
Kurve 13: Senna
Ayrton Senna war der erste Ungarn-Pole-Setter der F1-Geschichte. Dreimal konnte er auf dem Hungaroring gewinnen (1988, 1991 und 1992). Damit ist die 1994 verstorbene Formel-1-Legende der Pilot mit den drittmeisten Ungarn-GP-Siegen.
Kurve 14: Szisz
Ein Rennfahrer der ganz alten Schule: Ferenc Szisz (1873-1944) war ein ungarischer Ingenieur, der Renaults Testabteilung leitete und den ersten GP in der Geschichte 1906 gewann.
Die übrigen Kurven sind nach Regionalem benannt: Kurve 3 heißt Spring, also Englisch für Quelle, weil der Kurs im Tal der drei Quellen liegt. Kurve 5 ist Mogyorod wie der Ort, in dem die Strecke liegt. Die Kurven 6 und 7 sind nach dem ersten Testfahrerzentrum Ungarns benannt. 8 und 9 sind Buda und Pest, also die beiden Stadtteile der ungarischen Hauptstadt, vor deren Toren die Rennstrecke liegt. 10 ist die Donau (englisch «Danube»), also der Fluss durch Budapest.
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