Trotz roter Flagge! Adrian Newey nennt XXL-Upgrade «vielversprechend»
Im FP1 in Budapest versagte bei Lance Strolls Aston Martin eine Aufhängung. Der Kanadier löste eine rote Flagge aus. Design-Legende Adrian Newey über sein XXL-Upgrade und die Untersuchung des Unfalls.
Ermittlungen zur Ursache laufen
Aston Martins Teamchef Adrian Newey sagte gut eine Stunde nach Ende des Trainings: «Wir versuchen alle fieberhaft zu verstehen, was passiert ist. Wir können das aber erst kommentieren, wenn wir es verstanden haben.» Die Untersuchungen laufen also – bis zum zweiten Training soll aber eine Lösung da sein.
«Ziemlich unerwartet»
Am betroffenen Bereich der Hinterradaufhängung war vor der Session gearbeitet worden. Newey stellte aber klar: «Der Bereich, der betroffen war, war eigentlich nicht so stark von Veränderungen betroffen. Es waren nur minimale Anpassungen in dem Bereich. Das war also ziemlich unerwartet.»
Zum Upgrade allgemein sagte Newey: «Es ist eine Weiterentwicklung. Chassis, Layout und Vorderradaufhängung sind gleichgeblieben. Es ist eher eine aerodynamische Entwicklung. Wir hatten wenig Recherchezeit im Februar (beim Shakedown, Anm). Es ist jetzt eine Art Schritt zurück, um Dinge zu verstehen und jetzt zu diesem Paket den Schritt nach vorne zu machen.»
Erste Ergebnisse vielversprechend
Er betont: «Es ist noch sehr früh, was das Verständnis angeht.» Der Brite stellt aber vorsichtig fest: «Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.» Und: «Werden wir damit das schnellste Auto sein? Leider nicht. Stellt es einen Fortschritt dar im Vergleich zu dem, wo wir standen? Ich glaube, das tut es.»
Newey mahnte aber auch: «Wir haben nicht viele Teile, also sind wir vorsichtig und versuchen möglichst viel zu lernen.» Das hat jedenfalls im FP1 schon mal nicht optimal geklappt. Neue Entwicklungen werden auch aus Kostengründen in geringerer Stückzahl produziert. Entsprechend sollten weitere Zwischenfälle idealerweise ausbleiben – sonst könnte die Ersatzteilschublade plötzlich leer sein.
Design-Legende Newey sagte noch fast philosophisch über die große Krise 2026 und das Siegen und Verlieren im Allgemeinen: «Wenn man nicht siegt, dann scheint es wie ein unerklimmbarer Berg. Aber wenn man seigt, dann weiß man manchmal nicht, wie man dort hingekommen ist, weil man eigentlich gar nicht wirklich etwas anders macht.»
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