Franco Colapinto-Dummheit in Baku: Strafe für Malaysia, Chef Briatore tobt
Der Argentinier Franco Colapinto hat im Aserbaidschan-GP eine Massenkollision ausgelöst. Dafür muss er beim Bahrain-GP in Malaysia büssen. Alpine-Teamchef Flavio Briatore ist fuchsteufelswild.
Re-Start beim Grand Prix von Aserbaidschan-GP in Baku: Beim Anbremsen der ersten Kurve leistete sich der Argentinier Franco Colapinto eine Dummheit, kam viel zur schnell zur 90-Grad-Links herangeschossen, rutschte mit blockierenden Rädern ausgerechnet in seinen Alpine-Stallgefährten Pierre Gasly, und der Franzose wiederum kickte den rechts neben ihm fahrenden Lando Norris in die TecPro-Barriere.
Ergebnis: drei Autos raus, Alpine ohne Punkte statt mit beiden Wagen in den Top-Ten, dazu ein schäumender Norris, der nach dem Ausfall forderte, man müsste Colapinto für ein Rennen sperren.
Das sahen die Rennkommissare anders: Sie haben dem ungestümen Südamerikaner Colapinto für den kommenden Bahrain-GP in Malaysia eine Strafe von fünf Rängen zurück in der Startaufstellung aufgebrummt.
Alpine-F1-Chef Flavio Briatore schäumt. Denn auch wegen des Colapinto-Aussetzers landete Racing Bulls-Fahrer Arvid Lindblad auf Platz 7, und in der Konstrukteurs-WM zogen die Bullen den Franzosen davon – es steht 83:68 im Kampf um Platz 5.
Der Italiener sagt: «Natürlich bin ich vom Ausgang des heutigen Rennens äusserst enttäuscht, da wir wertvolle Punkte im Kampf um die Meisterschaft verloren haben.»
«Solche Vorfälle sollten nicht passieren, insbesondere da wir mit beiden Autos auf Punkterängen lagen. Es tut mir sehr leid für das Team und für Pierre, der das ganze Wochenende über grossartige Arbeit geleistet hat, und ich entschuldige mich auch bei Lando Norris und McLaren dafür, dass wir ihr Rennen ruiniert haben.»
«Ich weiss, dass Franco die volle Verantwortung für seinen Fehler übernommen hat, so wie es sein sollte. Tatsächlich hat er angesichts der Rennsituation und des Neustarts nach der Safety Car-Phase einfach viel zu spät gebremst. Das war ein sehr schlechter Schachzug für einen Fahrer mit seiner Erfahrung.»
«Ich möchte mir Zeit nehmen, über das Ganze nachzudenken und zu überlegen, welche Massnahmen ergriffen werden, damit wir daraus lernen und eine solche Situation in Zukunft vermeiden.»
In den sozialen Netzwerken wird darüber spekuliert, dass Alpine aus freien Stücken Colapinto auf die Strafbank setzen könnte. Das wäre unklug: Reservist Paul Aron würde in Malaysia nicht auf höherem Niveau fahren als der argentinische Stammfahrer.
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