Rennsperre für Franco Colapinto? Das sagen Max Verstappen & George Russell
Formel-1-Weltmeister Lando Norris hat nach seinem Ausfall in Baku gefordert: Patzer, wie jener von Franco Colapinto, sollten zur Rennsperre führen. Was Max Verstappen und George Russell davon halten.
Schon interessant, wie Formel-1-Weltmeister auf Rückschläge reagieren. Beim Re-Start des Aserbaidschan-GP verschätzte sich Franco Colapinto gehörig, der Argentinier prallte in seinen Alpine-Teamgefährten Pierre Gasly, der wiederum schubste den McLaren von Lando Norris in die TecPro-Barriere. Danach schimpfte Norris wie ein Rohrspatz und forderte eine Rennsperre für Colapinto.
Die Formel-1-Fans reagierten im Netz leicht irritiert. Einige von ihnen verwiesen auf Max Verstappen, der in Österreich 2025 kurz nach dem Start von Kimi Antonelli aus dem Grand Prix gerissen wurde. Für den Niederländer gingen hier Punkte verloren, die am Ende zum fünften Titel fehlten. Aber noch in Spielberg? Kein böses Wort von Verstappen, eher nach dem Motto – hat er schliesslich nicht absichtlich gemacht, kann passieren, abhaken und weiter geht’s.
Verstappen bleibt sich da treu. Denn nach dem Aserbaidschan-GP sind er und auch Sieger George Russell gefragt worden, was sie von der Rennsperren-Forderung von Norris für Colapinto halten.
Max Verstappen sagt: «Vorausgesetzt, der Fahrer, der den Unfall verursacht hat, ist sich seiner Tat bewusst und hat sich entschuldigt, finde ich eine Sperre zu streng. Und so etwas kommt nun mal vor. Ich meine, ein kleiner Fehler oder eine Fehleinschätzung reicht – man blockiert die Räder, man ist auf der Innenseite, hat wenig Grip, und dann war es unglücklich, dass so viele Autos betroffen sind.»
Und George Russell meint: «Ich fände eine Rennsperre zu hart. Bei Neustarts nach einer Safety Car-Phase, mit kalten Reifen, da kann eben schon ein ganz kleiner Fehler grosse Folgen haben. Nach dem, was ich vom Unfall gesehen habe, ist genau das Colapinto passiert. Rennsperren sollten nur dann verhängt werden, wenn Fahrer absichtlich etwas Gefährliches und Leichtsinniges tun.»
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