Superbike WM • Neu
Alex Lowes (5.) nach Bimota-Heimrennen: «Waren so gut wie die anderen»
Nach dem Desaster von Magny-Cours präsentierte sich BMW beim Superbike-Meeting in Cremona konkurrenzfähiger. Durch zwei Rennstürze von Aushängeschild Miguel Oliveira gab es jedoch wenig Zählbares.
Nach durchaus soliden Ergebnissen in der ersten Saisonhälfte der Superbike-WM 2026 lief bei BMW zuletzt nicht mehr viel zusammen – in Donington Park und Magny-Cours verpassten Miguel Oliveira und Danilo Petrucci sogar die Top-10! Cremona sollte die Wende bringen. Hoffnungen setzte das ROKiT-Werksteam in den Einsatz einer neuen Schwinge, die über eine Renndistanz eine konstantere Performance ermöglichen soll.
Die Arbeit des Testteams zahlte sich aus, insbesondere der Portugiese machte einen Schritt nach vorn. Als Neunter der Superpole war Oliveira nur 0,1 sec langsamer als der WM‑Vierte Alex Lowes (Bimota). In den Rennen war jedoch Platz 8 im Superpole-Race das beste und einzige Finish: In den beiden Hauptrennen stürzte der 31-Jährige.
«Cremona war eine bittere Pille, vor allem das zweite Rennen», gab Oliveira zu. «Wir hatten eine wirklich gute Pace und eine gute Ausgangsposition, um ein hervorragendes Ergebnis einzufahren. Leider habe ich in Kurve 10 etwas stärker die Hinterradbremse betätigt, bekam Chattering und konnte es nicht mehr abfangen. Das ist frustrierend, aber ich denke, dass wir jetzt besser dastehen als nach Magny-Cours, und das ist schon einmal positiv. Wir verlassen Cremona mit mehr Tempo, besserer Leistung und einer positiveren Einstellung. Das Ergebnis spiegelt nicht alles wider, was wir an diesem Wochenende erreicht haben.»
Zur Wahrheit gehört aber auch: Als Oliveira im Samstagrennen in Runde 12 auf Position 10 liegend stürzte, hatte er bereits 17 sec Rückstand. Der zweite Lauf war bereits in der zweiten Runde beendet.
«Mit Miguel hätten wir ohne die Stürze Top-5-Platzierungen erreichen können», ist jedoch Motorsport-Chef Sven Blusch überzeugt. «Nun müssen wir weiter daran arbeiten, dass er dies in Resultate umsetzen kann. Das Wichtigste ist: Beide Fahrer orientieren sich wieder nach vorn. Das gibt dem ganzen Team einen Push, wir wissen aber auch, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.»
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