Euro Moto Supersport
Euro Moto Supersport: Knappe Kiste zwischen Dirk Geiger und Daniel Blin
Beim Auftakt zum Euro Moto-Wochenende in der Motorsportarena liegt Honda-Pilot Alt in allen drei Sessions vorne. Doch Tulovic, Schrötter und Reiterberger sind dran. Fortsetzung am Samstag.
Kurz vor der Halbzeit 2026, am Sonntag zwischen Rennen 1 und 2 der Euro Moto Superbike, ist das eh schon dünn besetzte Feld noch weiter geschrumpft. 14 Piloten waren in Oschersleben noch dabei. Es fehlte Patrick Hobelsberger, der nach einer desaströs verlaufenen Saison und dem Ausstieg seines Hauptsponsors die Saison vorzeitig beendete. In Sachen Sponsoring erging es dem Ungar Soma Görbe ähnlich.
«Nach dem Wochenende in Most hat mein Hauptsponsor das Team verlassen, deshalb kann ich aus finanziellen Gründen nicht bei den restlichen Rennen der Euro Moto starten», erklärte Görbe, der in den ersten Rennen immerhin schon 24 Punkte gesammelt hatte. «Natürlich ist das eine große Enttäuschung für mich, aber ich gebe nicht auf. Ich werde weiterhin mit maximaler Kraft bei der Endurance World Championship antreten und mein Bestes geben, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Vielen Dank an alle für eure Unterstützung, Ermutigung und dafür, dass ihr mir bisher beigestanden habt. Ich vertraue darauf, dass dies nur eine vorübergehende Schwierigkeit ist und ich bald mit voller Kraft zurück sein kann.» Damit wäre nach Bálint Kovács, der für 2026 keinen bezahlbaren Platz gefunden hatte, auch der letzte Ungar aus der Klasse verschwunden.
Abgemeldet hat sich für die Rennen in Oschersleben auch Hannes Soomer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW. Er ist noch mit seiner Schulterverletzung, die er vom EWC-Rennen in Japan mitgebracht hatte, beschäftigt.
Für die BMW-Piloten Marco Fetz und Christoph Beinlich lief das erste Training in der Motorsportarena Oschersleben bescheiden. Fetz stürzte nach wenigen Minuten, hatte den Crash aber auf den ersten Eindruck heil überstanden. Immerhin hatte er vorher noch vier Runden zusammengebracht. Das schaffte Christoph Beinlich nicht. Nach dem ersten Sektor in seiner ersten gezeiteten Runde war schon wieder Schluss. Den Rest der Session verbrachte er in seiner Box und tauchte auf der Zeitenliste auch nicht mehr auf.
An der Spitze machte sich Honda-Pilot Florian Alt mit einer Bestzeit von 1.25,244 min breit. Mit einem Rückstand von 0,437 min tauchte Markus Reiterberger mit seiner BMW auf. Mit einer Zeit von 1.25,982 min ging der dritte Platz an Lukas Tulovic.
Noch mühsam verlief das Training für den angeschlagenen Marcel Schrötter (BMW) und den niederländischen Yamaha-Piloten Twan Smits, die auf den Plätze 11 und 12 landeten.
Nach der kurzen Mittagspause wurde es im Kampf um die Bestzeit schon ein weniger lustiger anzusehen. An der Spitze lieferten sich Lukas Tulovic, Markus Reiterberger und Florian Alt den ersten Schlagabtausch auf der Zeitenliste. Alle drei Piloten waren mit Zeiten von 1.25 min unterwegs und unterschiede sich dabei nur um Zehntel oder Hundertstel Sekunden. Alle 14 Teilnehmer waren unterwegs. Fetz hatte seinen Sturz vom Vormittag gut verkraftet und auch Beinlich war endlich startklar.
Schnellster Mann war am Ende Florian Alt (Honda) mit einer Zeit von 1.24,554 min vor Lukas Tulovic (Ducati) und seiner Zeit von 1.24,960 min. Platz 3 ging mit einer Zeit von 1.25,184 min an Markus Reiterberger (BMW).
Am Nachmittag stand im 30-minütigen PrePractice die erste Entscheidung in Sachen Startaufstellung an, obwohl sich die Spannung bei gerade mal 14 Teilnehmern zugegebenermaßen in Grenzen hielt. Die schnellsten Sechs schafften auf Anhieb den Sprung in die Superpole 2 am Samstag. Schon nach den ersten fünf Minuten purzelten die 1.24er-Zeiten zuhauf. Tulovic, Reiterberger, Jan-Ole Jähnig und die beiden Orgis Brüder Kevin und Leon waren flott unterwegs. Auch Alt gesellte sich beim 24er-Club dazu.
Milan Merckelbagh hatte Pech und landete im Kiesbett, blieb aber unversehrt. Nach der ersten viertel Stunde hatte sich Florian Alt an die Spitze gesetzt und gönnte sich einen Vorsprung von drei Zehntel auf seine direkten Verfolger Tulovic und Reiterberger. Schrötter hatte sich an Familie Orgis vorbei auf Platz 5 geschoben.
In den letzten Minuten tat sich nicht mehr viel. Alts Zeit hatte Bestand. Begleitet wird er in der Superpole 2 von Tulovic, Reiterberger, Schrötter, Jähnig, und Kevin Orgis. Alle anderen drehen ein paar mehr Runden in der Superpole 1.
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