Yuki Tsunoda: F1-Karriere vergeigt oder hätte er zweite Chance verdient?
GP-Sieger Juan Pablo Montoya und Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies sind gegensätzlicher Meinung, was die Zukunft des früheren Racing Bulls- und RBR-Piloten Yuki Tsunoda angeht.
Juan Pablo Montoya gehört zu jenen Piloten, die vom puren Talent her potenzielle Formel-1-Weltmeister waren. Der heute 50-jährige Doppelbürger (Kolumbien/USA) hat schon mehrfach offen zugegeben, dass er unterm Strich vielleicht aus seinen Möglichkeiten zu wenig gemacht hat.
Dennoch reichte es zu sieben GP-Siegen und dem dritten WM-Schlussrang 2002 und 2003. Und er hat in Amerika Rennen und Titel gewonnen, darunter zwei Mal das legendäre Indy 500.
Schon im vergangenen August 2025 war dem früheren Williams- und McLaren-Fahrer klar: «Weder Liam Lawson noch Yuki Tsunoda fahren 2026 für Red Bull Racing. Ich glaube vielmehr, dass der Franzose Isack Hadjar von den Racing Bulls zu Red Bull Racing versetzt wird." Und genau so ist es gekommen.
Und heute? Liam Lawson erhält bei den Racing Bulls eine zweite Chance, neben ihm fährt der junge Brite Arvid Lindblad. Tsunoda ist auf die Ersatzbank gesetzt worden und hat lediglich den Posten eines Reservisten erhalten.
Montoya: «Tsunoda ist nicht auf dem Radar der Teams»
Montoya sagt bei der kolumbianischen AS: «Die Formel 1 ist brutal. Die Leute denken doch nicht mal mehr über Yuki nach. Für mich ist der Japaner auf keinem Radar der Teams zu erkennen.»
«Aber so ist dieser Sport nun mal. Wir haben Leute, die am einen Tag Helden sind und am nächsten Tag sind sie vergessen. Wenn du in der Helden-Phase bist, dann musst du versuchen, das Beste rauszuholen.»
Für Montoya ist klar: Yuki Tsunoda hat aus seinen Möglichkeiten zu wenig gemacht, daher ist die GP-Karriere verschleudert.
Aber Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies ist ganz anderer Ansicht. Der Franzose sagt: «Yuki macht für uns einen hervorragenden Job, als Simulations-Fahrer. Es ist fabelhaft, jemanden zu haben, der so tiefgehende, aktuelle Erfahrung mit dem Auto hat und uns hinter den Kulissen zur Hand geht.»
"Natürlich hoffen wir, dass sich für ihn eine neue Gelegenheit eröffnet, denn Rennfahrer sind zum Rennfahren da. Und das ist es, was wir Yuki wünschen. Er hat oft tollen Speed bewiesen und würde eine weitere Chance verdienen.»
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