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Manuel Lettenbichler (KTM) wundert sich: «Ihr seid doch nicht ganz sauber!»

Nach einem mit mehreren Zeitstrafen turbulenten Verlauf beim Sea to Sky redete KTM-Werksfahrer Manuel Lettenbichler, der nach dem 7. von 8 WM-Läufen kurz vor dem 5. Titel in Folge steht, Tacheles.

Hard-Enduro

Im Artikel erwähnt


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Manuel Lettenbichler hatte sich beim Forest Race am zweiten Renntag des Sea to Sky eine Zeitstrafe von zehn Minuten eingefangen, weil sein Vater Andreas beim Tankstopp etwas Wasser auf die überhitzte Hinterradbremse geschüttet hatte. Auch Mario Román und Thomas Scales waren mit zehn Minuten bestraft worden, weil diese die Motoren beim Tankstopp hatten laufen lassen. Darüber hinaus wurde Teo Kabakchiev beim Main Event, dem Mountain Race, zunächst wegen Fremdhilfe ebenfalls mit einer Zeitstrafe von zehn Minuten belegt wurde, die später aber durch einen Protest des X-GRIP-Teams von Mitch Brightmore in eine Disqualifikation des Bulgaren umgewandelt wurde. SPEEDWEEK.com sprach exklusiv mit Manuel Lettenbichler.

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Manuel, Gratulation zum erneuten Sieg in der Türkei. Deutlicher Vorsprung am Ende, aber offensichtlich auch ein hartes Stück Arbeit. Danke! Ich hätte nicht gedacht, dass es so laufen würde. Vor allem nicht nach der zehn Minuten Zeitstrafe im Forest Race, wodurch ich als 15. gestartet bin. Den Start habe ich dann so richtig gut erwischt, und ich war dann nach zwei Minuten schon in Führung. Im ersten Canyon hatte ich mit Teo, Mitch, Ashton und James einen guten Kampf. Dann konnte ich mit Teo wegziehen, und wir haben das Rennen von vorne so gut es ging kontrolliert.

Der Start ist dir gut gelungen. War das der Schlüssel zum Sieg im Mountain Race? Ja, kann man so sagen. Ein guter Start hilft immer und der war in der Situation besonders wichtig. Der Teo hat ordentlich gedrückt und mir keine Zeit gelassen, um mal Luft zu holen. Er war immer nahe hinter mir – das war ein krasses Battle. Speziell oberhalb der Baumgrenze kam er immer wieder heran. Er hatte dann noch das Pech mit dem Draht, den er sich im Hinterrad eingefangen hatte. Mir hat das ein bisschen Luft gegeben und ich konnte den Sieg dann ins Ziel bringen. Schlussendlich hat das mit dem Draht bei Teo sogar wegen «outside assistance» zur Disqualifikation geführt. Ich habe das als eine ziemlich harte Strafe für ihn empfunden.

Wie bewertest du die Zeitstrafe beim Forest Race? Für 200 ml Wasser auf die Bremse war die Zeitstrafe von zehn Minuten schon ein bisschen hart. Schwierig. Ich glaube, da muss die FIM, speziell was die Zeitstrafen angeht, mal ran und das strukturieren. Aktuell ist es so, dass «outside assistance» von zehn Minuten Zeitstrafe bis zur Disqualifikation geahndet werden kann. Aber dazwischen ist das nicht abgestuft. Ich habe so mit einer oder drei Minuten gerechnet. Als dann zehn Minuten kamen, habe ich mir gedacht: Ihr seid doch nicht ganz sauber.

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Die Meisterschaft ist nun fast entschieden. Mitch hat nur noch theoretische Chancen. Also wird in Spanien beim Hixpania auf Sicherheit gefahren? Da heißt es sauber fahren, keine Fehler machen und den Titel nach Hause bringen. Das ist natürlich der Plan und ich hoffe, das geht sich aus. Es ist alles möglich, es kann alles passieren und es geht so schnell, dass irgendwas nicht passt. Deswegen werden wir das letzte Rennen der Saison sicher und sauber fahren.

Welche Änderungen siehst du für 2027 als unbedingt notwendig an? Es gehören einfach generell einige Dinge strukturiert. Vom Kalender zum Regelwerk. So, dass die Dinge bei jedem Rennen gleich gehandhabt werden. Aktuell muss man bei jedem Rennen die spezifischen Regeln lesen. Beim einen Rennen ist es so, beim anderen Rennen darf der Mechaniker dies und das wieder nicht. Das gehört vereinheitlicht. Auch die Kommunikation der WM insgesamt gehört einfach besser gemacht. Bis hin zu kleineren Themen wie definierte Starts, sodass die immer gleich ablaufen. Da gehören Änderungen her und ich hoffe auch, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Promoter und den Teams besser wird.

Hard-Enduro-WM 2026 – Gesamtstand nach Lauf 7 (Sea to Sky):

1. Manuel Lettenbichler (D), KTM, 197 Punkte

2. Mitch Brightmore (GB), GASGAS, 165

3. Teodor Kabakchiev (BG), Sherco, 133

4. Ashton Brightmore (GB), GASGAS, 123

5. James Moore (ZA), Beta, 120

6. Mario Román (E), Husqvarna, 96

7. Billy Bolt (GB), Husqvarna, 76

8. Eddie Karlsson (S), Stark, 62

9. Lorenzo Gandola (I), Sherco, 56

10. Wade Young (ZA), KTM, 55

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