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Frage der Kommunikation: Der neue Zeitplan der MotoGP sorgte für Zündstoff

2027 wird die MotoGP auch mit einem neuen Zeitplan in die 850er-Ära starten. Mehr als die Modifikationen sorgte für Wirbel, wie die Beschlüsse zustande kamen. Ein Paradebeispiel für: «Reden hilft».

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Vereinzelt waren aus dem Fahrerlager der MotoGP Notizen aufgetaucht, dass Gespräche laufen, Format und Ablauf des Rennwochenendes zu «adaptieren». Wichtigste Änderung sollte die Einführung einer zusätzlichen Quali-Sitzung sein – ganz so wie in der Formel 1. Naheliegend, schließlich halten mit Liberty Media auch offiziell seit 2026 die Amerikaner die großen MotoGP-Zügel in der Hand.

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Und schwupps – war er da, der neue Master-Zeitplan zur Saison 2027. Was für sich auch keine Überraschung ist, denn bekanntlich wird die kommende Saison zu einem Rundum-Neustart mit neuen Regeln, neuem Reifenpartner (Pirelli) und einem umgekrempelten Fahrerfeld (nicht geändert hat sich die Zahl von Herstellern, Teams und Piloten). Da geht der neue Zeitplan gleich mit.

Wie auf SPEEWEEK.com unmittelbar vor dem Start zum Indonesien-GP berichtet, gibt es zwei gravierende Modifikationen. Am Freitag gehen die Piloten der Topliga statt einmal 45 Minuten (FP1) und einmal einer Stunde (Zeittraining) dann dreimal auf die Piste. Nach einem FP2 beschließt eine kurze Sprint-Qualifikation den Auftakt. In jener werden dann alle Piloten 15 Minuten lang die Sprint-Startaufstellung ausfechten. Spannung für die Fans, weil die Session nun als Quali gekennzeichnet ist. Und Stress für die Piloten, der sich aber im Wesentlichen nicht vom jetzigen Ablauf unterscheidet. Denn auch heute halten im Finale alle Athleten voll rein, um den direkten Einzug ins Q2 zu schaffen. Womöglich noch mehr – denn wer es direkt schafft, der steht sicher auch am Sonntag unter den Top-12.

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Zweite große Änderung ist die Abschaffung des Warm-ups am Sonntagmorgen. «Das Aufwärmen war ursprünglich dazu gedacht, etwaige Probleme zu finden oder zu beheben. Doch von Reifenausrüster Michelin wurde bestätigt, dass die Bedingungen am Sonntagmorgen mit den aktuellen Reifen nichts mit denen zum Rennen zu tun haben. Deswegen sollten mehr Runden direkt vor dem Rennen gefahren werden können. Das werden wir möglich machen» so die Aussage von MotoGP-Spitzenmanager Carlos Ezpeleta zu der Entscheidung.

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Doch die in den kommenden Tagen nicht enden wollenden Kommentare aus dem Feld der Athleten ereiferten sich weit weniger über den neuen Zeitplan als über den Lauf der Kommunikation. Ja – es gab ernstzunehmende Kommentare von Spitzenathleten wie Pecco Bagnaia, Pedro Acosta oder Luca Marini im Hinblick auf die Sicherheit der Fahrer, aber auch aus der Sicht der Fans (keine Action auf der Piste am Sonntagmorgen) – doch der eigentliche Aufreger war ein anderer.

Denn nicht etwa die verantwortliche MotoGP Sports Entertainment Gruppe hatte, motiviert von den US-Event-Profis Liberty Media, den Zeitplan umgeschrieben. Die Initiative ging laut Ezpeleta von den Teams selbst aus. Die Mannschaften, so der Tenor, sind die Geschäftspartner der MotoGP, nicht die Piloten. Stimmt, laut Verträgen.

Wie so oft fühlten und fühlen sich die Piloten alleingelassen. Denn mit eingebunden wurden die Fahrer nicht. Geschweige denn, die Idee für die Streichung der Warm-up-Session wäre von einem Piloten ausgegangen.

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Wie so oft im Profi-Rennsport hat das zwei Seiten. Nachvollziehbar ist, dass die Helden in der Arena gerne gehört werden. Schließlich sind sie es, die bei plus 350 km/h die Karbonbremsen glühen lassen und auf den Ellenbogen umlegen. Nüchtern gesehen sind aber auch die Fahrer nur die Angestellten der Teams, im besten Falle der Werke, und vertraglich dazu verpflichtet, den Abläufen zu folgen. Dafür gibt es schließlich auch einen soliden Gehaltsscheck. Schließlich wird selbst bei einem Trackday der Zeitplan vom Veranstalter und nicht vom Teilnehmer aufgesetzt.

Und doch bleiben Themen, die mit Veränderungen zu tun haben, sensibel. Das Einzige, was helfen würde, wäre ein Masterplan der Kommunikation. Der doch, der muss nicht nur in der MotoGP erst noch erfunden werden.

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Pos
#
Fahrer
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Team
Runden
Zeit
Bestzeit
Punkte

01

72

Marco Bezzecchi

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

27

40:46,582

1:29,960

25

02

25

Raúl Fernández

Raúl Fernández

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

27

+4,260

1:30,024

20

03

89

Jorge Martin

Jorge Martin

Aprilia Racing

27

+6,890

1:30,144

22

04

79

Ai Ogura

Ai Ogura

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

27

+9,378

1:30,301

22

05

37

Pedro Acosta

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

27

+9,492

1:30,172

15

06

93

Marc Márquez

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

27

+10,778

1:30,229

22

07

73

Alex Márquez

Alex Márquez

BK8 Gresini Racing MotoGP

27

+16,821

1:30,285

14

08

49

Fabio Di Giannantonio

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

27

+19,840

1:30,244

15

09

20

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo

Monster Energy Yamaha MotoGP

27

+19,999

1:30,797

8

10

23

Enea Bastianini

Enea Bastianini

Red Bull KTM Factory Racing

27

+21,111

1:30,593

6

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