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Markus Reiterberger widmet EWC-WM-Titel Ralf Waldmann und den Großeltern

Am kommenden Wochenende geht der Pilot vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW als Weltmeister an den Start des Euro Moto Superbike Finales am Hockenheimring.

Euro Moto Superbike

Im Artikel erwähnt



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Das BMW Motorrad World Endurance Team krönte sich zum Weltmeister in der FIM Endurance World Championship und holte damit den ersten Titel für einen europäischen Hersteller in der Geschichte der FIM EWC. Poleposition und Sieg markieren beim prestigeträchtigen Bol d’Or in Le Castellet (F), ein perfektes Wochenende für Michael van der Mark, Markus Reiterberger und Steven Odendaal beim letzten 24-Stunden-Rennen der Saison.

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Er ist nicht nur der erste Titelgewinn für BWM. Auch für das Team, Teamchef Werner Daemen und die Fahrer ist es der erste Titelgewinn auf der Langstrecke. Noch vor einem Jahr spielte sich an gleicher Stelle ein Drama ab: Bereits damals hatte das BMW Motorrad World Endurance Team die Hand schon fest am Weltmeisterpokal. Doch keine halbe Stunde vor der Zieldurchfahrt machte ein technischer Defekt alle Träume zunichte. Dies motivierte jedoch alle nur noch mehr für die Saison 2026. Und wo es im vergangenen Jahr Tränen der Enttäuschung gab, flossen nun die Freudentränen.

Alles auf eine Karte gesetzt

In Le Castellet gab es für das Team nur ein Ziel: als Verfolger die maximale Punkteausbeute zu holen. Und das setzte es dominant um. Van der Mark, der in dieser Saison neu als Stammfahrer im Team ist und zuvor noch nie auf der französischen Strecke gefahren ist, war Schnellster in der Qualifikation. Er und Reiterberger holten, basierend auf der Kombination der besten Zeiten, die Poleposition und fünf Punkte. Die Führung nach acht und 16 Rennstunden brachte zehn weitere Zähler ein, und für den Sieg gab es noch einmal 40 Punkte. Schlüssel zum Erfolg waren das Können und der Speed der Fahrer, die perfekte Arbeit in der Box sowie die Performance, die Zuverlässigkeit und die Kraftstoffeffizienz des Motorrads. So war der Verbrauch der BMW M 1000 RR niedriger als der der Konkurrenz, wodurch das Team über die Distanz weniger Boxenstopps absolvieren musste und damit Zeit sparte.

Nach 24 reibungslosen Stunden überquerte Reiterberger, vom Team an der Boxenmauer frenetisch umjubelt, mit der #37 BMW M 1000 RR auf Platz 1 die Ziellinie. Rivale YART, unter anderem mit dem ehemaligen IDM Superbike-Meister Marvin Fritz, beendete das Rennen auf Rang 3 und war damit in der Weltmeisterschaftswertung um vier Punkte geschlagen.

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Traum erfüllt

«Endlich haben wir es geschafft», sagte Reiterberger. «Im vergangenen Jahr hatten wir leider ein bisschen Pech, deshalb war ich im letzten Stint etwas nervös. Aber es hat endlich geklappt. Ich freue mich so für meine Teamkollegen: Sie waren unglaublich stark, wie das ganze Team. Ich kann kaum in Worte fassen, wie wir uns jetzt fühlen. Seit ich als vierjähriger Bub mit diesem Sport angefangen habe war mein einziger Traum irgendwann einmal Weltmeister zu werden. Jetzt haben wir es endlich geschafft. Ich danke allen, die mir die ganzen Jahre immer den Rücken gestärkt haben, die mich aufgefangen, unterstützt und immer wieder ermutigt haben, weiter an meinem Ziel festzuhalten, vor allem meinen Eltern, aber auch meinen Freunden, der ganzen Familie, meinen Unterstützern, Sponsoren und Helfern und allen, die ein Teil dieses Traums sind. Den Weltmeistertitel möchte ich ihnen allen, aber besonders meinen Großeltern und Waldi widmen. Danke.»

Werner Daemen, Teammanager BMW Motorrad World Endurance Team und auch des Euro Moto Teams Masteroil-alpha-Van Zon-BMW, durfte an der Rennstrecke auch mit seiner Familie aus Belgien feiern. «Es ist eine Achterbahn der Gefühle und Gedanken», offenbarte er. «Wir haben dieses Projekt zusammen mit BMW vor sieben, acht Jahren gestartet, und wir wussten, dass es schwierig werden würde gegen die japanischen Marken, weil sie viel mehr Erfahrung haben. Sie haben schon in den 1970ern angefangen. Wir als junge Marke in dieser Rennszene, die 2019 hierherkam, hatten natürlich viele kleinere Probleme. Wir haben etwas aufgebaut – und das ist ein sehr wichtiger Punkt: Wir haben nicht nur das beste Motorrad aufgebaut, sondern auch das beste Team. Und zusammen mit BMW, mit der harten Arbeit und dem guten Material, das sie uns geben, waren wir dieses Jahr wirklich ganz oben. Ich bin sehr stolz, für BMW den Titel geholt zu haben.»

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