Twan Smits rasanter IDM-Abschied – WM-Vertrag hat auch traurigen Aspekt
Das Event auf dem Nürburgring 2026 soll der letzte IDM-Einsatz für den Niederländer des Team Apreco gewesen sein. Mit einem Doppelsieg ging es in die WM, und da wird er auch 2027 bleiben.
Manche Wünsche gehen schneller in Erfüllung als man sich vorstellen kann. So erging es auch Twan Smits. In der IDM war der Niederländer herangewachsen und mit dem Team Apreco über die Supersport in die IDM Superbike aufgestiegen. Bei den Rennen in Assen und auf dem Nürburgring holte er mit seiner Yamaha vier Siege. Mit der Titelvergabe hatte er trotz steil ansteigender Leistungsbilanz nichts mehr zu tun. Daher konnte er ganz entspannt die Einladung des Teams Motorxracing für die letzten drei WorldSBK-Rennen annehmen.
WorldSBK-Vertrag statt IDM Superbike
Nach Hause kam Twan Smits dann mit einem Vertrag im Team Motorxracing für die WM-Saison 2027. «Es ist ziemlich emotional», beschreibt Twan Smits seinen Gemütszustand, wenn es um den plötzlichen Abschied von der IDM Superbike und dem Team Apreco Yamaha geht. Ein Schritt, auf den Smits lange hingearbeitet hat. Doch dazu gehört eben auch, sein bisheriges Rennsport-Zuhause zu verlassen.
«Nach sechs Jahren verlasse ich das Apreco-Team», zählt Smits auf, «um dauerhaft bei einem anderen Team einzusteigen. Ein anderes Team, ein anderes Motorrad, eine andere Meisterschaft. Alles anders. Für mich ist das eine große Sache. Doch Apreco hat mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin. Es fühlt sich so an, als wäre ich mein ganzes bisheriges Rennfahrer-Leben mit Apreco zusammen gewesen. Sie waren schon immer dabei, erst als Sponsor mit ihrem Namen auf meinem Helm. Man kann sagen, sie waren auch immer ein Teil meiner Familie.»
Das macht es alles ein wenig schockierend.Twan Smits
«Ich hätte nicht erwartet», so Smits, «dass ich so schnell sagen würde, dass ich nicht mehr Teil des Teams Apreco sein werde. Für den Traum, in die Weltmeisterschaft aufzusteigen, habe ich immer gearbeitet. Das war immer das Ziel. Doch ich habe nicht gedacht, dass der Augenblick so schnell kommt. Das macht es alles ein wenig schockierend. Wir hatten alle mit einem weiteren Jahr zusammen mit dem Team Apreco im der IDM Superbike gerechnet.» Den Job muss aktuell Dirk Geiger alleine erledigen. Doch das Team schaut sich bereits nach einem zweiten Piloten für die Saison 2027 um.
«Es ist eine IDM-Geschichte wie bei vielen anderen», beschreibt Smits die Trennung. «Es ist wie eine große Familie, alle sind nett, jeder kennt jeden. Die IDM so plötzlich zu verlassen, Nürburgring war ja dann mein letztes Rennen dort, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich wusste ja nicht, dass es vorerst mein letztes IDM-Rennen sein würde. Das macht mich schon ein wenig emotional, oder eher sentimental. Denn auch die IDM war ein großer Teil meines Lebens und in den letzten Jahren ein großer Abschnitt meiner Karriere. Es war immer schön, jeder war freundlich, es ging immer korrekt zu.»
Smits lässt IDM-Team zurück
«Jetzt wechsle ich also ins Superbike-Paddock», versichert sich Smits nochmals selbst. «Es ist eine ganz andere Umgebung mit vielen unterschiedlichen Leuten. Natürlich ist das eine großartige Sache und ein großer Schritt in meiner Karriere. Ich sehe das sehr positiv. Aber es gibt eben auch eine traurige Seite, dass ich meine Freunde und mein Rennsport-Familie zurücklassen muss in der IDM. Es eine große Sache für mich.»
«Mit meiner IDM-Teamchefin Corine werde ich immer irgendwie ein familiäres Verhältnis haben», ist sich Smits sicher, «und sie beim Training bestimmt wiedersehen. Wir werden uns weiterhin nahestehen, genauso das Team Apreco. Auch wenn wir nicht mehr zusammen Rennen fahren. Ich kann mir vorstellen, dass es auch für sie ein wenig seltsam ist. Wir haben sechs Jahre lang zusammengearbeitet, sind zusammen auf jedes Rennen gefahren. Sie war in jeder Startaufstellung an meiner Seite. Jetzt ist es Zeit ‚Auf Wiedersehen‘ zu sagen. Ja, das ist echt eine große Sache. Auch für meine Eltern. Mich gehen zu lassen, es ist eben einfach ein neuer Abschnitt.»
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