Euro Moto Superbike • Neu
Hockenheim: Lukas Tulovic (Ducati) kassiert Superbike-Bestzeit am Freitag
Zwei Rennen hat Marvin Siebdrath in diesem Jahr in der Euro Moto Supersport noch Zeit für einen Podestplatz. Vorher hat er in Hockenheim am Freitag zwei Stürze fabriziert, diese aber gut verdaut.
Die Euro Moto befindet sich an diesem Wochenende in Hockenheim auf der Zielgeraden für 2026. Wenn Marvin Siebdrath in seinem Stil vom Trainingsfreitag weiter macht, könnte es für die Rennen eng werden. In beiden freien Trainings landete er auf dem Asphalt bzw. im Kiesbett, zum Glück ohne sich zu verletzen. Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com sagte er danach: «Es ging ja schon im ersten freien Training bei mir los, als ich mich gegen Ende der Session Ausgang der Kurve 2 mit einem Highsider lang gemacht habe. Das war schon ein harter Einschlag, der hat auch ein bisschen wehgetan. Aber das konnte ich schnell abschütteln und habe im zweiten Training nicht lange gebraucht, um wieder in den Rhythmus zu finden.»
Zu seinem zweiten Sturz kurz vor Ende der zweiten Session verriet er: «In der letzten Runde habe ich noch mal gepusht. Es war aber nicht so, dass es komplett am Limit war. Wir haben auch nochmal auf die Daten geschaut, die waren ein Spiegelbild von der Runde zuvor. Vielleicht habe ich eine Bodenwelle erwischt, anders kann ich es mir nicht erklären. Natürlich will man einen Tag nicht mit einem Sturz abschließen. Aber ich weiß, dass wir gut gewappnet sind.»
Außer, dass er beide Stürze ohne nennenswerte Blessuren weggesteckt hat, bestätigte er, dass die Arbeiten, die zu erledigen waren, erledigt sind. Dazu weiter: «Wir sind vom Speed her nicht weit weg, wenn ich Dirk (Geiger) mal ausklammere. Wir sind vier Zehntel hinter Platz 2, wo ich sage: Das ist in Ordnung, damit können wir arbeiten.»
Im vorigen Jahr wurde der 22-jährige Sachse am Saisonende, mit unter anderem einem Sieg und einem dritten Platz, Gesamtsiebter. Aktuell liegt er auf Tabellenrang 5 mit zwei vierten Plätzen als beste Ergebnisse. Zwei Chancen aufs Podest hat er noch und will diese nutzen. «Ich will nicht sagen: Das ist der Plan. Weil planen kann man das nicht. Aber es ist das Ziel, das ist immer das Ziel. Wir wissen, dass es aus eigener Kraft schwer wird gegen die Yamaha, die Ducati und auch die MV Agusta. Die laufen einfach ein bisschen besser. Das müssen wir uns eingestehen. Andererseits sind wir nicht so weit weg. Deshalb probieren wir es weiter.»
Im nächsten Jahr geht es für Marvin Siebdrath in der gleichen Konstellation weiter, sprich mit dem Team MCA Racing und auf einer Honda CBR600RR. 2025 fuhr Dirk Geiger damit um den Titel und holte einige Siege, was ‚Marv‘ so einordnet: «Dazu muss man sich nur mal die Zeiten anschauen. Wir sind ja überall rund eine halbe Sekunde schneller. Ich bin zum Beispiel heute die Zeiten gefahren, die ich voriges Jahr nach drei Tagen gefahren bin. Es ist einfach ein brutal hohes Niveau. Es entwickelt sich halt alles weiter. Ich vergleiche mich immer mit den Zeiten von Dirk vom letzten Jahr und mit meinen Zeiten mit der Yamaha. Da bin ich fast immer auf dem gleichen Niveau und teilweise schneller. Natürlich ist unser Anspruch ein anderer. Wir wollen ja um Platz 3 fahren, aber das kann man sich nicht aussuchen.»
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