Euro Moto News: Aufsteiger, Doppelstarter, Donnerwetter und Probe für Assen
Am kommenden Wochenende geht es auf dem TT Circuit Assen weiter in Sachen Euro Moto. Doch schon im Vorfeld waren zahlreiche Euro Moto- und ehemalige IDM-Champions fleißig.
In Frankreich gab es die erste Meisterschaftsentscheidung. In Assen fahren sich die Superbiker warm und ein Australier vergrößert sich.
Donnerwetter
Wer keine Zeit hat, die Euro Moto am kommenden Wochenende in Assen zu besuchen, kann sich auch in Oschersleben die Dröhnung geben. «Vom 14. bis 16. August 2026 feiern wir in der Motorsport Arena Oschersleben die Geschichte und Leidenschaft rund um die legendären Fahrzeuge der DDR», werben die Verantwortlichen. «Begleitet wird das Event ‚Tage des Donners – die Börde bebt‘ von einem kulturellen Rahmenprogramm. Es erwarten euch: Kultmobile der Republik, ein Simson-Sprintrennen, Traktorpulling, Panzerfahrten, Bühnenprogramm, ein Show&Shine Contest und vieles mehr. Werdet außerdem Teil eines Weltrekordversuchs: Gemeinsam wollen wir die längste Trabi- und Simson-Kette auf der Rennstrecke bilden.»
Ex-Meister wird Meister
Wer sich schon länger bei der IDM, der jetzigen Euro Moto, rumtreibt, kann sich sicherlich noch an Mathieu Gines erinnern. Der Franzose wurde 2015 Meister in der Klasse Superstock 1000. Er fuhr damals eine Yamaha YZF-R1 für das Team Langenscheidt Racing by Fast Bike Service. Danach stieg er ins Superbike-Team von Werner Daemen um. Dort war seine Saison nach einem mega Crash auf dem Schleizer Dreieck, bei dem er sich beide Arme brach, vorbei. Nach Jahren in der Französischen Superbike Meisterschaft holte er jetzt den Titel. In der Klasse Supersport.
Ex-Meister kommt voran
Nach vier Titel in der IDM Superbike wechselte Ilya Mikhalchik in die Britische Meisterschaft. Nach dem Vorjahres-Titel in der Superstock-Klasse ist er jetzt mit einer Rokit-BMW in der Superbike-Klasse unterwegs. Beim letzten Rennen toppte er seine bisherige Bestleistung. «Ein wirklich produktives Wochenende», meinte der Ukrainer anschließend. «Die beste Startposition der Saison, schnellste BMW-Rundenzeit aller Zeiten in Oulton und erneut die beste Platzierung im Rennen dieser Saison. Leider hatten wir in den ersten beiden Rennen einige seltsame Probleme mit dem Motorrad, und die Ergebnisse spiegelten unsere Geschwindigkeit unter der Woche nicht wirklich wider. Aber im letzten Rennen haben mich einige gute Zweikämpfe wieder in die Top 10 gebracht. Ich bin glücklich, besonders auf dieser Strecke. Jeder Fahrer aus Europa, der schon einmal hier war, kann mich verstehen.»
Punkte gutgemacht
Nach der Disqualifikation der ERC Piloten in der Euro Moto Sportbike wurden auch die aberkannten Punkte neu sortiert. «Platz 3 und somit nachträglich auf dem Podium», rechnet der Österreicher Jakob Rosenthaler vor. «Nach der Disqualifizierung eines Konkurrenten wegen Verwendung einer illegalen Software bin ich am Sonntag im zweiten Rennen in Oschersleben nachträglich aufs Podium gelangt. Drei weitere Punkte, die wir gerne mitnehmen nach Assen.»
Doppelte Rennwoche
Luca de Vleeschauwer ist normalerweise in der Euro Moto Supersport oder der Langstrecken-Weltmeisterschaft fleißig. Jetzt packte der Belgier noch eine Portion drauf. Mit einer Wildcard ging er eine Woche vor der Euro Moto in Assen mit einer Wildcard beim Yamaha Racing bLU cRU Benelux R7 Cup auf dem Mettet XP – Circuit Jules Tacheny an den Start. Das freie Training ließ er noch aus, da er noch bei der Arbeit zu tun hatte. Zusätzlich fuhr er noch bei der Benelux-Trophy mit.
Generalprobe in Assen
Bevor es am kommenden Wochenende mit der Euro Moto in Assen weitergeht, waren am vergangenen Wochenende die Piloten der International Dutch Championship IDC unterwegs. Auch einige Euro Moto-Piloten nutzten die Chance, sich mit einem IDC-Start auf die Euro Moto vorzubereiten. In der Dutch Superbike fuhr Colin Velthuizen im ersten Qualifying auf einer zunehmend trockener werdenden Strecke eine 1:40. In Q2 stieg das Tempo deutlich an. Twan Smits gab mit einer 1:38 den Ton an und sicherte sich die Pole-Position. Milan Merckelbagh qualifizierte sich als Zweiter, und Velthuizen vervollständigte die erste Startreihe. So zu lesen bei racesport.nl. Das Feld der Dutch Superbike erhielt zudem Verstärkung durch verschiedene deutsche Fahrer, die sich auf die Euro-Moto-Rennen am kommenden Wochenende vorbereiteten, darunter Julius Ilmberger und Michael Ghilardi. Twan Smits ließ im ersten Dutch-Superbike-Rennen keinen Zweifel daran, wer der Schnellste auf der Strecke war, heißt es weiter bei racesport.nl. Mit Rundenzeiten um die 1:38 setzte er sich schon früh ab. Dahinter lieferten sich Milan Merckelbagh, Pepijn Bijsterbosch und Colin Velthuizen einen spannenden Kampf. Auch in Lauf 2 setzte sich Smits erneut ab, schied aber später aus. Merckelbagh gewann vor Bijsterbosch, der Glenn van Straalen knapp hinter sich hielt.
Australischer Umsteiger
Der Australier Max Stauffer verabschiedet sich mit sofortiger Wirkung aus der Euro Moto Sportbike und fährt ab Assen gemeinsam mit Dirk Geiger und Lennox Lehmann für das Team Apreco in der Euro Moto Supersport. «Der Wechsel von der R1 in Australien auf die R7 in Europa war definitiv keine einfache Umstellung, aber ich habe jede Runde mit dieser kleinen ‚Pocket Rocket‘, wie ich die R7 gerne nenne, genossen. Jetzt freue ich mich riesig darauf, auf die R9 zu steigen. Dirk und Lennox haben bereits gezeigt, wie konkurrenzfähig dieses Motorrad ist», erklärte Stauffer. Auch Max Stauffer wird vom zweifachen Weltmeister Sandro Cortese gecoacht.
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