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Nun auch Auspuffsysteme: WP Pro Components erweitert Produktpalette

Der nächste Schritt nach Fahrwerks- und Bremssystemen: Unter dem Namen «WP Pro Components» dürfte es künftig auch hochwertige Auspuffsysteme zu kaufen geben. Für KTM bringt das mehr Unabhängigkeit.

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«Entstanden aus dem Bedarf eines Hochleistungs-Bremssystems, das exakt auf die spezifischen OEM-Anforderungen von KTM Motorrädern zugeschnitten ist (…) unerreichte Zuverlässigkeit auf Straße und Rennstrecke.» Das Zitat stammt aus einer Pressemitteilung des KTM-eigenen Lieferanten WP Suspension, die dieser im Januar anlässlich der Aufnahme seiner hauseigenen Brems-Entwicklung und -Produktion unter dem Label «WP Braking Systems» veröffentlicht hat.

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Diese Textpassage könnte in Kürze, etwas umgestaltet, nochmals Verwendung finden, wenn WP die abermalige Ausweitung seines Geschäftsfeldes bekanntgibt. Bislang war die Firma mit niederländischen Wurzeln für Endkunden vor allem dadurch bekannt, hochwertige Erstausstattungs-Feder- und Dämpfer-Komponenten für KTM und andere Premiummarken zu entwickeln und zu produzieren. Dabei war WP eher im Windschatten von KTM, denn als eigene Firma aufgetreten. Im Frühjahr 2026 folgte nach jahrelanger Vorentwicklung der Einstieg in die Produktion eigener Bremssysteme, im Firmensprech «nach OEM-Standard». Zur Unterscheidung: Die namensähnliche Firma «WP Performance Systems» produzierte in der Vergangenheit bereits Auspuffsysteme und Chassisteile für KTM, ging aber später in den heutigen hauseigenen Lieferanten «KTM Components GmbH auf», einer anderem Firma im KTM-Geflecht.

Wie SPEEDWEEK.com in Erfahrung gebracht hat, folgt für die Munderfinger nach dem Vorbild der Bremsensparte in Kürze der nächste Schritt, denn künftig wird die KTM-eigene Firma unter dem Label «WP Pro Components» auch Auspuff-Systeme für Endkunden anbieten. Die Bezeichnung wird bislang für die hochwertigsten Fahrwerksteile im Hause WP verwendet und deutet darauf hin, dass die Österreicher als Konkurrenz im Segment für Auspuff-Systeme vor allem Premium-Hersteller wie Akrapovic und Termignoni im Visier haben dürften. Die Teile werden unter anderem in der kommenden Generation der Motocross-Modelle von KTM und Husqvarna zum Einsatz kommen, die sich bislang noch in der Entwicklung befinden und voraussichtlich im kommenden Jahr auf die Pisten losgelassen werden. Vorserienmotorräder mit Auspuffsystemen des entsprechenden Brandings wurden bereits gesichtet. WP selbst wollte auf Nachfrage keine Auskunft geben.

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Die Motivation für die Programmerweiterung um Auspuffsysteme dürfte die gleiche sein, wie im eingangs sich auf Bremssysteme beziehenden Zitat: Sowohl Zuliefer- wie auch Aftermarket-Teile selbst exakt auf die Anforderungen der eigenen Motorräder zuschneiden zu können, gibt dem Motorradhersteller mehr Kontrolle und ermöglicht in der Konsequenz mehr Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit als von externen Firmen zugekauftes Material. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Zulieferer aller Sparten ihre Produkte durchaus individuell an die Bedürfnisse der einzelnen Hersteller anpassen – seien es Bosch-Fahrdynamik-Regelsysteme, Öhlins-Fahrwerke, Akrapovic-Auspuffsysteme oder dergleichen mehr. Deren Produkte müssen häufig jedoch für unterschiedliche Hersteller funktionieren und werden entsprechend konzipiert. Die Anpassung hauseigener Teile an die finalen Zweiräder macht die Mutter KTM entsprechend unabhängiger von externen Firmen und hat zusätzlich handfeste Qualitätsvorteile.

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