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Perfekte Krisenbewältigung: Ducati-Privatier Sam Lowes wieder WM-Dritter
So nah am Sieg wie am Rennsonntag in Aragon war Iker Lecuona in der Superbike-WM noch nie. Im Superpole-Race hatte der Spanier seinen Ducati-Teamkollegen Nicolò Bulega am Rande einer Niederlage.
Nach dem sechsten Hattrick und dem 22. (!) Sieg in Folge von Nicolò Bulega (Ducati) denken Superbike-Fans mit noch mehr Wehmut an die großartigen Duelle zwischen dem Italiener und Toprak Razgatlioglu (BMW) in den Saisons 2024 und 2025. Schärfster Rivale des Seriensiegers in diesem Jahr ist dessen Aruba.it Ducati-Teamkollege Iker Lecuona, der im MotorLand Aragon zweite Plätze einfahren konnte – übrigens ebenfalls bereits zum 13. Mal in Serie.
Bei seinem Heimrennen hoffte Lecuona auf den besonderen Moment, um selbst auf das oberste Podest steigen zu können. Seit 137 Rennen wartet der 26-Jährige aus Valencia auf seinen ersten Superbike-Sieg. Auf der 5077 Meter langen Rennstrecke im spanischen Hinterland kreuzte Lecuona am Sonntag nur 0,594 min und 0,786 sec hinter Bulega die Ziellinie.
Besonders unterhaltsam war das von vielen Überholmanövern an der Spitze geprägte Superpole-Race, in dem Lecuona in den Runden 1 bis 4 sowie 6 bis 8 das Rennen anführte.
«Ich denke, das war eines meiner besten Wochenenden, vielleicht sogar besser als in Most», sagte Lecuona sichtlich zufrieden. «Wir hatten vor dem Superpole-Race intern eine Diskussion, welchen Reifen wir verwenden würden. Ich hätte dieselbe Wahl wie Nicolò treffen können, aber dann wäre es wie immer gewesen. Also entschied ich, etwas anderes zu tun, und wählte den weichen Rennreifen SCX. Uns war klar, dass der Reifen nachlassen würde, weshalb ich zu Beginn langsamer machte. Es war ein schönes und spaßiges Rennen, auch wenn es am Ende ein wenig frustrierend war, weil es so knapp war. Ganz am Ende machte ich auch einen Fehler und verpasste die letzte Chance, ihn aus dem Windschatten noch zu überholen.»
Ich wollte einen Sieg, aber dafür benötigen wir noch etwas Zeit.Iker Lecuona
Im zweiten Lauf schien Bulega das Rennen zu kontrollieren, als sein Vorsprung in den letzten Runden bedenklich schrumpfte.
«Da habe ich gleich zu Beginn ein paar Fehler gemacht und mit den frischen Reifen fuhr er mir davon – wie immer. Gegen Rennmitte holte ich wieder zu ihm auf und ich sah, dass er Probleme beim Herausbeschleunigen hatte. Mein Bike funktioniert hervorragend, aber wir müssen herausfinden, warum ich mit gebrauchten Reifen und weniger Benzin im Tank schneller bin», grübelte der Spanier. «Nicht gewonnen zu haben, ist einerseits frustrierend, aber ich muss zufrieden mit den Ergebnissen sein. Ich wollte natürlich einen Sieg, aber dafür benötigen wir wohl noch etwas Zeit.»
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