Kimi Antonelli fordert von Lewis Hamilton: «Das musst du unbedingt machen!»
Die Formel 1 kehrt auf den schwarzen Kontinent zurück, ab 2030 soll in Ruanda ein Afrika-GP stattfinden. Dazu gibt es vom kommenden Weltmeister Kimi Antonelli eine Forderung für Lewis Hamilton.
In vier Jahren soll es so weit sein – der erste Formel-1-WM-Lauf in Afrika seit dem Südafrika-GP 1993 in Kyalami. Dazu wird in Ruanda eine neue Strecke entstehen.
Hier im Fahrerlager des texanischen Circuit of the America ist Lewis Hamilton gefragt worden, was ihm das bedeute. Noch bevor der erfolgreichste Formel-1-Fahrer Antwort geben konnte, forderte Kimi Antonelli zum Briten: «Also mindestens das erste Rennen dort musst du unbedingt machen!»
Da war selbst Hamilton einen Moment sprachlos. Vielleicht hat er auch kurz nachgerechnet und dann gemerkt: Dann wird er 45 Jahre alt sein (so alt wie Fernando Alonso heute).
Hamilton zum Thema Afrika-GP: «Ich setze mich seit vielen, vielen Jahren für ein Rennen in Afrika ein. Da gab es zahlreiche Treffen mit den F1-Rechteinhabern, so viele Treffen mit Serien-CEO Stefano Domenicali in seinem Büro in London, aber auch an Rennwochenenden, unzählige Anrufe.»
«Ich habe immer wieder gesagt: ‘Was passiert jetzt? Wohin gehen wir? Mit wem triffst du dich?’ Viele Treffen mit verschiedenen Präsidenten aus verschiedenen Ländern. Viele Telefonate mit verschiedenen Präsidenten aus verschiedenen Ländern Afrikas.»
«Für mich war das immer ein Ort, der es verdient, einen Grand Prix zu haben. Es geht um so viel mehr als nur um ein Land. Es geht um den Kontinent selbst, und es gibt so viele schöne Länder darin.»
«Die Menschen sind so liebenswert. Die Kultur ist so reich, und ich denke, es ist wichtig, dass wir das der Welt zeigen. Wir können das mit unserem Sport tun.»
«Wir dürfen mit der Formel 1 an all diese verschiedenen Orte reisen, und die Leute sehen einige dieser Länder, über die sie nicht viel wussten. Auf einmal wird es etwas, das auf dem Bildschirm zu sehen ist, und die Kinder reden darüber. Sie gehen zur Schule und reden darüber.»
«Also, ich bin wirklich hoffnungsvoll für diesen Grand Prix. Natürlich kann ich nicht entscheiden, wohin wir gehen. Natürlich gibt es heute überall auf der Welt Probleme, daher habe ich viele der Geschichten gesehen. Aber ich denke, wir müssen wirklich mit Demut an die Sache herangehen.»
«Es gibt viel, was wir nicht wissen. Als ich in England aufwuchs, haben sie uns nie etwas über Afrika beigebracht. Es muss Teil des Lehrplans sein. Viele der Probleme, die sie dort haben, sind immer noch Ergebnisse des Kolonialismus und des Eingreifens des Westens.»
«Aber wenn man die Menschen dort sieht, sieht man so viele Designs, die heute von Top-Marken stammen und aus Afrika kommen. Es hat alle reichsten Ressourcen. Ich hoffe wirklich, und ich habe immer noch Hoffnung, dass Afrika sich vereint.»
«Ich weiss, dass es viele Menschen gibt, die nicht wollen, dass das passiert, weil sie so mächtig wären, wenn sie es täten. Aber ich bin immer noch hoffnungsvoll, dass sie es irgendwann tun werden. Und ja, natürlich bedeutet es nicht, dass man die Dinge, die dort passieren, vernachlässigt, wenn man dorthin geht.»
«Also hoffentlich fangen viele Menschen an, sich ein wenig mehr darüber zu informieren, was dort passiert und was dort seit Hunderten von Jahren passiert ist. Ich hoffe, dass das die Diskussion anregt. Und dann müssen wir darauf drängen, den Kongo zu befreien, den Sudan zu befreien, Syrien zu befreien, Palästina zu befreien. Ich denke, es gibt viel Frieden, den ich hoffe, dass wir irgendwann erreichen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach






