KTM-Ass Acosta (6.): Top-5 als Ziel, doch Zeitangriff bleibt Schwachpunkt
Wieder einmal lieferte MotoGP-Ass Pedro Acosta am Trainingsfreitag eine solide Vorstellung ab. Auf dem COTA stellte er seine RC16 auf Rang 6 – er war deutlich schneller als seine KTM-Kollegen.
Während Brad Binder über eine Sekunde auf seinen Teamkollegen Pedro Acosta verlor, zeigte dieser mit dem direkten Einzug ins Q2 einmal mehr seine Klasse. In den vergangenen Tagen fiel vor allem der Topspeed negativ ins Gewicht. In Austin scheint man das Problem zumindest gelindert zu haben. Mit 343 km/h fuhr der KTM-Pilot nur unwesentlich langsamer als die Konkurrenz.
Ein Problem scheint gelöst, ein anderes tauchte dafür auf, was bei der Analyse der Streckenabschnitte auffiel. «Beim Anbremsen ist unser Bike normalerweise stark. Bis Kurve 10 bin ich konkurrenzfähig – dann kommt die lange Gerade. Es ist schwierig, dort keine Zeit zu verlieren.» Eine direkte Aussage zum Topspeed lieferte der 21-Jährige nicht explizit, zwischen den Zeilen ist aber klar, dass dort Verbesserungspotenzial besteht.
Der Start in das Wochenende gelang besser als noch vor einer Woche in Brasilien. «Wir hatten den ganzen Tag hinweg einen guten Rhythmus.» Ein weiteres Problem ist die altbekannte Schwäche von KTM, einen Zeitangriff zu setzen. «Wir verlieren Potenzial mit dem weichen Reifen. Beim Zeitangriff hatte ich Probleme.»
Potenzial für die ersten beiden Startreihen
Für Acosta ist das Qualifying wichtig. In Brasilien kam er dadurch in Probleme, als er von P9 aus ins Rennen gehen musste. Das Ziel seien weiterhin die Top-5. «Schaffen wir das nicht, wird alles deutlich schwieriger.» Das Ziel ist klar formuliert: «Wir haben das Potenzial für die ersten beiden Startreihen. Und dann müssen wir einen guten Start hinlegen.»
Die zu Beginn des Trainings suboptimalen Streckenbedingungen verkomplizierten den Freitag. Viele Stürze und wechselnde Gripverhältnisse bestimmten das Bild. «Einige Streckenabschnitte fühlen sich besser an als letztes Jahr, andere haben extreme Bodenwellen», erklärte Acosta. «Viele Fahrer haben mit den Reifen Probleme.»
In Austin hat Acosta immerhin nicht den Druck, in der Rolle des Gejagten zu stecken. Er verlor die WM-Führung in Brasilien. Vor dem US-Rennen ist er mit 42 Punkten WM-Dritter.
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