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Albert Arenas: WM-Titel zum Greifen nah, Zukunft weiter offen
Niccolo Canepa bedauert Xavi Vierges Abschied aus dem Yamaha-Werksteam. Warum er sich dennoch für Jack Miller entschied – und was er sich für Vierges Zukunft vorstellen kann.
Nach nur einer Saison endet Xavi Vierges Zeit im Yamaha-Werksteam der Superbike-WM. Seinen Platz übernimmt 2027 Jack Miller, der innerhalb von Yamaha aus der MotoGP in die Superbike-WM wechselt und künftig
«Es tut mir wirklich leid, dass wir mit Xavi nicht weitermachen konnten», sagte Canepa. Er erinnerte daran, in welcher Lage Vierge vor seinem Wechsel zu Yamaha war. Damals verlor er seinen Platz bei Honda und suchte nach Alternativen. «Im vergangenen Jahr befand er sich in einer schwierigen Situation und hatte keinen Platz. Ich würde gern glauben, dass wir seiner Karriere ein gutes Stück weitergeholfen haben, indem wir ihm die Möglichkeit gaben, für ein Werksteam in der Superbike-WM zu fahren.»
Aus Canepas Sicht hat Vierge diese Chance genutzt. «Er hat das auf die bestmögliche Weise getan: mit sehr guten Wintertests, einem hervorragenden Verhalten in der Box und gutem Feedback zum Motorrad. Er hat uns bei der Entwicklung geholfen», betonte der Italiener. «Auch menschlich kann ich überhaupt nichts Negatives über ihn sagen.»
Für Vierges nächsten Schritt wünscht sich Canepa eine gute Lösung. «Ich hoffe, dass er die bestmögliche Gelegenheit findet, seine Karriere fortzusetzen. Und man weiß nie: Dieses Fahrerlager ist am Ende sehr klein. Vielleicht bekommen wir in Zukunft noch einmal die Gelegenheit, zusammenzuarbeiten.»
Für 2027 deutet vieles auf einen Wechsel zum Barni-Ducati-Team hin. Dort würde Vierge an der Seite von Yari Montella fahren und Alvaro Bautista ersetzen. Die offizielle Bestätigung steht noch aus.
Dass Yamaha trotz der guten Zusammenarbeit mit Vierge eine andere Entscheidung traf, begründete Canepa mit der seltenen Gelegenheit, Miller zu verpflichten. «Wenn sich die Möglichkeit bietet, einen Fahrer wie Jack mit seiner Erfahrung in die Superbike-WM zu holen – auch mit seiner Erfahrung auf Michelin-Reifen und in der MotoGP –, dann war es für uns schlicht unmöglich, das abzulehnen.»
Canepa macht damit deutlich, dass Vierges Abschied keine Abrechnung mit dessen Leistungen ist. Ob sich ihre Wege im Superbike-Fahrerlager tatsächlich noch einmal kreuzen, bleibt offen.
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