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Lange erwartet: Die KTM 690 Rally im Dakar-Look ist startbereit

Mit dem stärksten Einzylinder am Markt stellt KTM noch in diesem Jahr die 690 Rally vor: Leicht, reduziert und dennoch voll alltagstauglich. SPEEDWEEK.com zeigt das Modell in serienfertiger Form.

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Die Reiseenduros unter dem Namen «Adventure» sind für KTM inzwischen eine unverzichtbare Säule im Modellprogramm und ebenso stilbildend für die Marke wie die Duke-Nakeds aller Kubaturen. Als universelle Einsatzgeräte für Alltag und lange Touren wurden die Adventure-Modelle im Laufe der Jahre immer universeller, komfortabler und stärker und eröffneten damit gleichzeitig eine Nische im Portfolio der Innviertler.

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Eine Nische, die KTM künftig mit der 690 Rally füllen will, von der wir erstmals ein Bild im serienreifen Zustand zeigen können. Ihr Design gibt dabei einen Hinweis darauf, wie KTM das Modell in ihrem Modellprogramm positionieren dürften: Stilbildend ist die Frontscheibe, die die Gestaltung der Dakar-Maschine 450 Rally aufgreift. Sie bietet genug Windschutz und macht gleichzeitig klar, wo die Mattighofener die 690 Rally in ihrer Modellpalette sehen: Als vollwertiges Erstmotorrad, dabei aber agiler, leichter und reduzierter als die komfortablere Schwester 790 Adventure.

Die technische Basis bildet dabei die im letzten Sommer präsentierte 690 Enduro, die Chassis und Einzylindermotor spendet, garniert mit einem Design, das die Gestaltung des Dakar-Wettbewerbsmotorrads aufnimmt. Auch die auf unserem Foto erstmals zu sehende helle Lackierung mitsamt ihrer blauen und orangefarbenen Grafiken dürfte nicht zufällig die Gestaltung der Replika-Version der 450 Rally des Modelljahres 2026 aufgreifen. Eine KTM-typisch orangefarbene Variante dürfte es zusätzlich ins Angebot schaffen.

Unter der Verkleidung steckt ein größerer Tank an konventioneller Stelle vor dem Fahrer. Dieser verfügt offenbar über zwei Einfüllstutzen und fasst erkennbar einiges mehr als die vom Schwestermodell bekannten 13 Liter. Rund 18 Liter Fassungsvermögen wirken realistisch, lassen sich jedoch noch nicht überprüfen. Soziusfußrasten fehlen auf dem Voserienmotorrad auf unserem Foto - frühere Prototypen ließen solide ausgearbeitete und vollwertige Rasten erkennen. Die Sitzbank scheint etwas dicker gepolstert zu sein als jene der Plattformspenderin 690 Enduro, im Vergleich zur Sitzmöglichkeit der 790 Enduro wirkt sie jedoch weiterhin spartanischer. Am Heck verfügt das gezeigte Motorrad über Haltegriffe für den Sozius.

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Fahrwerksseitig kommen bei der 690 Rally die gleichen Teile zum Einsatz, die auch in der 690 Enduro R Dienst tun. Das bedeutet eine voll einstellbare WP-XPLOR-Gabel in USD-Bauweise mit großzügigem Federweg und 48mm Durchmesser, in der ein 21-Zoll-Vorderrad steckt. Das Vorderrad wird verzögert durch eine einzelne Bremsscheibe mit 300mm Durchmesser und radial verschraubter Zange - hier offenbar von Bybre zugeliefert. Am Hinterrad bleibt es bei 240 mm Scheibendurchmesser.

Als Instrumentierung kommt offenbar ein horizontal installiertes TFT-Instrument zum Einsatz. Die größere, vertikal verbaute Einheit aus der 1390 Super Adventure dürfte vorerst den Topmodellen der Österreicher vorbehalten bleiben. Motorseitig kommt der LC4 genannte Single der aktuellsten Ausbaustufe mit 693 ccm Hubraum zum Einsatz. In der 690 Enduro R leistet er 79 PS und kommt auf 73 Nm Drehmoment und ist damit der derzeit leistungsstärkste Einzylinder im Motorrad-Serienbau.

Vom Untergrund abgeschirmt wird er im gezeigten Vorserienmotorrad durch einen Edelstahlmotorschutz, auf früheren Fotos waren hier noch Kunststoffteile zu sehen. Die Lichtmaschine wird geschützt von einer Kohlefaserblende, mutmaßlich ein Zubehörteil. Hochwertig ist auch der verbaute Titan-Auspuff von Akrapovič. Optional ist dieser bereits für 690 SMC R und 690 Enduro R erhältlich. Ob er in der 690 Rally serienmäßig verbaut wird, wird sich zeigen.

Zur Positionierung als reduziertes und agiles, jedoch voll alltagstaugliches Offroad-Motorrad muss auch das Gewicht passen: Die Plattformspenderin 690 Enduro R kommt auf 162 kg fahrfertig. Der größere Tank, dessen geänderte Konstruktion und die damit einhergehenden Änderungen an dessen Peripherie sowie auch die neue Cockpit- und Scheibenkonstruktion, werden zu Mehrgewicht führen. Wie hoch dieses ausfallen wird, lässt sich nicht seriös vorhersagen, dürfte aber Mittelklasse-Reiseenduros locker unterbieten. Zum Vergleich: Eine 790 Adventure wiegt 203 kg trocken.

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Die Ausstaffierung des gezeigten Motorrads zeigt, dass die Entwicklung der 690 Rally größtenteils abgeschlossen sein dürfte. Die Präsentation dürfte also nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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