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Sonderausstellung zum Jubiläum: Verkehrshaus Luzern zeigt Ducati-Geschichte

Elf Exponate schlagen den Bogen durch mehr als siebzig Jahre Ducati-Geschichte. Das größte Museum der Schweiz zeigt bis März die Geschichte der Marke am Beispiel verschiedener Modelle aller Epochen.

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Von Ducatis 65 T über die legendäre Ducati 916 bis hin zur aktuellen Panigale V4 S: Elf Motorräder, die in der nun hundertjährigen Geschichte der Marke aus Borgo Panigale elf Glanzlichter der hauseigenen Zweiradproduktion symbolisieren, kommen aktuell im Verkehrshaus im schweizerischen Luzern zur «Ducati Centenario Ausstellung» zusammen. Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten der Bologneser stellen gleich elf Ducatisti dem Museum eigene Motorräder zur Verfügung und verhelfen dem bestbesuchten Museum der Schweiz dazu, Exponate aus sieben Jahrzehnten zur Schau stellen zu können. Dass diese Ausstellung ausgerechnet in Luzern, anstatt der heimischen Emilia-Romagna, stattfindet, begründet der Hersteller mit der Verbindung, die er zu den Schweizer Ducatisti sieht: Im Alpenstaat soll es mit 24.000 zugelassenen Ducati eine der höchsten Dichten im weltweiten Markt für die Marke aus Bologna geben.

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Die Markengeschichte wird durch die elf Ausstellungsstücke chronologisch aufgeteilt, wobei die 65 T den Anfang macht: Diese machte zu ihrer Zeit bereits einen gehörigen Evolutionssprung und sah, anders als ihre technische Basis Ducati 60 aus dem Jahr 1949, nicht mehr aus wie ein motorisiertes Fahrrad, sondern machte den Schritt zum vollwertigen Motorrad. Die «T» galt dabei als Arbeitstier, die zeitgleich erhältliche «TL» wollte komfortorientiertere Kunden ansprechen. Beide Varianten gelten heute als Sinnbild für den Wandel der Bologneser zum vollwertigen Motorradhersteller. Zuvor war Ducati vor allem für Kleinelektronik bekannt. Das Modell wurde von 1952 bis 1958 gefertigt, das Ausstellungsstück stammt aus dem Jahr 1953.

Neben einer Ducati 750 Sport aus dem Jahr 1972 und der legendären 900 SS Königswelle von 1978 findet sich auch eine 750 F1 in der Ausstellung. Das Motorrad von 1985 gilt als letztes Projekt von Fabio Taglioni. Der Italiener gilt heute als prägend für Ducati, auf den die V4-betriebene Apollo ebenso zurückgeht, wie die später für Ducati typische Anordnung eines in Fahrtrichtung liegenden und eines stehenden Zylinders.

Auch eine Mille Replica von 1986 wird in Luzern gezeigt, ebenso wie eine 750 Paso von 1987 – die erste Serien-Ducati mit Design von Massimo Tamburini. Tamburini gilt als für gleich mehrere italienische Motorradhersteller prägend und einer über die Motorradszene hinaus bekannten Konstrukteur, auf den auch die Ducati 916 zurückgeht. Auch sie ist mit einem Exponat aus dem Jahr 1994 in Luzern vertreten, nur unweit einer Panigale V4SP2 916 Anniversary – einem Sondermodell zu Ehren eben jener 916 und gleichzeitig Wegbereiter der aktuellen, und ebenfalls ausgestellten Panigale-Generation der Italiener mit V4-Motor. Mit der 888 Strada ist im Verkehrshaus ein weiteres Superbike der Ducati-Historie zu sehen, gleich neben der Monster 900, die 1993 die Gründung des Segments moderner Naked-Bikes für sich in Anspruch nahm.

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Die Ausstellung ist auch Bestandteil des «Centenario Ride» – so bezeichnen die Veranstalter eine Gruppenfahrt, die am 22. August von Oberkirch über den Glaubenberg nach Luzern zum Verkehrshaus stattfinden und bis zu 100 Ducatisti zusammenbringen soll. Die «Ducati Centenario»-Ausstellung selbst ist bis Ende März 2027 öffentlich zugänglich und im regulären Museumseintritt inbegriffen.

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