Auffrischung für den Bestseller: Aprilia überarbeitet RS 660 für 2027
Die RS 660 belebte Aprilia neu und das Segment der Mittelklasse-Sportler gleich mit. Für 2027 verpassen die Noaleser ihrem wichtigsten Modell eine Auffrischung. Wir haben die Fotos.
Knapp dreistellige Nennleistung, kernige Motorcharakteristik, sportlicher Auftritt bei gleichzeitiger Alltagstauglichkeit: Aprilias RS660 hat das Segment der Mittelklassesportler wiederbelebt und damit gleichzeitig der Marke aus Noale neues Leben eingehaucht. Sie ist für die Marke bis heute Bestseller, Imagetreiber und hat den Sportsgeist der Italiener in das obere Mittelklassesegment transportiert. Obendrein hat sie durch ihren Erfolg für andere Hersteller demonstriert, dass moderne Sportbikes mit auch handhabbarer Leistung und vertretbarer Alltagstauglichkeit begehrenswert auf die Kundschaft wirken.
Dadurch ist die Konkurrenz im Segment größer geworden und weitere Wettbewerber folgen in naher Zukunft – gleichzeitig geht die Venezierin 2027 in ihr siebtes Produktionsjahr. Der Bedarf, die Aprilias Reihentwin-Speerspitze begehrenswert zu halten, ist Grund genug für die Italiener, der RS660 für die kommende Saison eine Modellpflege angedeihen zu lassen. Diese betrifft offenbar gleich mehrere Varianten, von der auf unseren Bildern das Flaggschiff «Factory» zu sehen ist. Dieser wird von den italienischen Ingenieuren derzeit letzter Feinschliff verpasst und das dabei von uns fotografierte Erprobungsmotorrad lässt Rückschlüsse zu auf das, was Aprilia spätestens im November auf der Leitmesse EICMA präsentieren dürfte.
Sichtbar ist dabei auf den ersten Blick zunächst, dass sich das Styling am Testmotorrad kaum von der aktuellen Generation unterscheidet: Die Verkleidungsteile, einschließlich der charakteristischen Aerodynamiklösungen, sind so auch auf der aktuellen RS-Generation zu finden. Ob dies die finale Gestaltung darstellt, oder ob die Kunststoffteile nur zu Tarnzwecken verwendet werden, lässt sich nicht seriös beantworten. Sichtbar ist aber, dass zumindest der Tank neu geformt wird. Die Feder- und Dämpferelemente übernimmt die «Factory» von der aktuellen Ausgabe: Das bedeutet vollständig einstellbare Öhlins-Federung mit NIX 30-Gabel und STX 46-Stoßdämpfer. Bereits früher gesichtet wurde eine neu zusammengestellte Version, die verschiedene Fahrwerkselemente der beiden aktuell erhältlichen Versionen vereinte.
Sichtbar ist zudem neue Instrumentierung, einhergehend überarbeitete Bedienung. Es scheint sich dabei um das 5-Zoll-TFT-Farbinstrument zu handeln, das Konzernschwester Moto Guzzi in der Stelvio verbaut. Im Motorbereich bleibt es beim Reihentwin mit 270-Grad-Hubzapfenversatz. Sichtbare Modifikationen umfassen den Abgastrakt, vor allem ein im Volumen gewachsener Sammler. An der Nennleistung von derzeit 105 PS in beiden aktuellen Varianten dürfte sich nichts ändern, auch der Hubraum von 659 Kubikzentimetern bleibt unangetastet. Ganz sicher als Standard zu erwarten sind hingegen Kurven-ABS mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten, Traktions-, Wheelie- und Launch-Kontrolle, Motorbrems-Einstellung, Tempomat, bidirektionaler Quickshifter, variable Motormappings und diverse weitere elektronische Helferlein. Die Präsentation dürfte im November auf der EICMA in Mailand erfolgen.
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