Marc Marquez (Ducati): Kann der Champion den «Indonesien-Fluch» ablegen?
Marc Marquez hat auf dem Mandalika International Circuit in vier MotoGP-Saisons gerade einmal elf WM-Punkte geholt. Noch nie konnte er dort ein Sonntagsrennen beenden. 2026 will er den Trend umkehren.
Nach seinem Doppelsieg in Japan steht Marc Marquez nun in Indonesien ein schwieriges Rennwochenende bevor. Weshalb? Seit 2022 befindet sich der Mandalika International Circuit im MotoGP-Kalender und bei den vier bisherigen Events konnte MM93 nur elf Punkte erzielen. Mehr noch: Der neunfache Weltmeister hat auf der Rennstrecke bislang noch kein Sonntagsrennen beendet.
Marc Marquez und die indonesische Strecke sind also bisher noch keine Freunde geworden. Ein Blick in die Vergangenheit verdeutlicht dies: Bei der ersten Ausgabe im Jahr 2022 hatte der Spanier am Sonntagmorgen im Warm-up einen heftigen Highsider in Kurve 7. Der Crash zog Folgen nach sich – am Rennen konnte er nicht mehr teilnehmen, auch beim nächsten Grand Prix in Argentinien musste er zusehen.
2023 sah er sowohl im Sprint als auch im Grand Prix nicht das Ziel – er stürzte in beiden Rennen. Ein Jahr später lief es besser: Marquez belegte im MotoGP-Sprint den dritten Platz, im Hauptrennen am Sonntag zwang ihn ein technischer Defekt zu einem vorzeitigen Ende.
2025 kam Marc Marquez als frisch gebackener MotoGP-Weltmeister nach Indonesien – in Japan hatte er sich vorzeitig den Titel gesichert. Im Sprintrennen reichte es nach einer Long-lap-Strafe immerhin für den sechsten Rang, am Sonntag folgte dann der Schock: Der 33-Jährige wurde in der ersten Runde des Grand Prix von Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi abgeräumt – der Crash beendete nicht nur sein Rennen, sondern auch seine Saison. Seine Leidensgeschichte danach ist bekannt.
Marquez: «Auf dem Papier war Indonesien in der Vergangenheit nicht gerade meine beste Strecke»
In diesem Jahr unternimmt Marc Marquez einen weiteren Anlauf, um mit dem Mandalika International Circuit Frieden zu schließen – oder, um dort zumindest das erste Mal ein Sonntagsrennen zu beenden. «Natürlich habe ich dort noch nie ein Hauptrennen beendet; ich hatte aber auch ein bisschen Pech. Letztes Jahr im Sprint habe ich mich nach der Long-lap-Strafe nicht schlecht gefühlt, also mal sehen», blickte er voraus. «Wir müssen herausfinden, was wir leisten können, aber Schritt für Schritt fühle ich mich besser, und seit Aragon ist das Gefühl auf dem Motorrad großartig. Auf dem Papier war Indonesien in der Vergangenheit nicht gerade meine beste Strecke. Das Hauptziel ist es, diesen Trend umzukehren und ein starkes Wochenende hinzulegen.»
In der Gesamtwertung liegt Marc Marquez vor dem Großen Preis von Indonesien nur zwei Punkte hinter WM-Leader Jorge Martin (Aprilia) – so eng lagen die Top-2 noch nie beieinander nach 16 Saisonevents.
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