MotoGP-WM 2027: Separate Qualifying-Sessions für Sprint und Grand Prix
Neben dem technischen Reglement wird 2027 in der MotoGP auch das Wochenend-Format umgekrempelt. Für den Sprint und den GP wird es jeweils ein Qualifying geben – zwei Startaufstellungen sind die Folge.
2027 bringt in der MotoGP viele Neuerungen. Nächstes Jahr treten die neuen technische Regeln in Kraft. Bei den Motorrädern wird der Hubraum von 1000 auf 850 ccm reduziert, die Systeme zur Fahrwerkshöhenverstellung (Devices) werden abgeschafft und die Aerodynamik reduziert. Zudem erfolgt bei den Reifen die Umstellung von Michelin auf Pirelli.
Am 7. Oktober verkündete die MotoGP Sports Entertainment Group eine weitere Neuerung für nächstes Jahr: Das Wochenend-Format wird angepasst. Die wesentlichste Änderung ist die Einführung eines separaten Qualifyings für das Sprintrennen am Samstag – dieses findet am Freitagnachmittag statt.
Somit wird insbesondere der MotoGP-Freitag umgekrempelt: Dieser beginnt wie bisher mit einem 45-minütigen freien Training (FP1) am Vormittag. Am Nachmittag findet neu ein 30-minütiges zweites freies Training (FP2) statt – dieses ersetzt das bisherige Zeittraining. Das FP2 wird nicht für die Teilnahme an anderen Sessions gewertet. Der Freitag endet mit dem neuen 15-minütigen Sprint-Qualifying – dieses entscheidet über die Startpositionen für den MotoGP-Sprint am Samstagnachmittag.
Der Samstag beginnt für die MotoGP mit dem FP3, einem 20-minütigen freien Training. Danach steigt das zweigeteilte Qualifying für den Grand Prix am Sonntag. Im Q1 treten zukünftig alle Fahrer an. Die schnellsten zwölf Piloten ziehen in das nachfolgende Q2 ein, in dem die Pole-Position und die ersten vier Startreihen für das Hauptrennen am Sonntag ermittelt werden. Das Sprintrennen bildet danach den Abschluss des MotoGP-Samstags – für die Startaufstellung wird das Ergebnis vom Sprint-Qualifying am Freitag herangezogen.
Das Programm am Sonntag beginnt mit den Rennen der Klassen Moto3 und Moto2. Das MotoGP-Warm-up wird neu direkt vor den Grand Prix der Königsklasse gelegt. Diese Session wird unverändert zehn Minuten lang dauern. Für das Hauptrennen wird die Startaufstellung, die sich aus dem Q1 und dem Q2 vom Samstag ergeben hat, herangezogen.
Mit der Einführung eines Qualifyings für den MotoGP-Sprint entstehen bei jedem Rennen der Königsklasse separate Startaufstellungen – für den Sprint und den Grand Prix. «Das neue Format schafft einen Ausgleich zwischen einem unglaublichen Spektakel für die Fans und neuen Herausforderungen in jeder Session sowie einer ausgewogenen Fahrzeit für Fahrer, Teams und Hersteller», hieß es in der Ankündigung von der MotoGP.
Alle Trainings- und Qualifying-Sessions zusammengenommen verkürzt sich die Fahrzeit für die MotoGP-Asse an einem Wochenende um 25 Minuten. Dennoch haben die Fahrer und Teams am Freitag eine Session mehr zu bewältigen. Und am Samstag müssen ab 2027 alle Piloten im Q1 ran – derzeit sind es nur diejenigen, die es im Zeittraining am Freitag nicht in die Top-10 schaffen.
MotoGP: Wochenend-Format ab 2027
Freitag:
FP1 (45 Minuten)
FP2 (30 Minuten)
Sprint-Qualifying (15 Minuten)
Samstag:
FP3 (20 Minuten)
Grand-Prix-Q1 für alle Fahrer (15 Minuten)
Grand-Prix-Q2 für die Top-12 aus dem Q1 (15 Minuten)
MotoGP-Sprint (Startaufstellung basierend auf dem Sprint-Qualifying)
Sonntag:
Moto3-Rennen
Moto2-Rennen
MotoGP-Rennen (Startaufstellung basierend auf dem Grand-Prix-Qualifying)
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