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Mayfield-Boss über neues Speedway-GP-Konzept und «politische Korrektheit»

Am 2. Mai 2026 begann für den Speedway-GP mit Promoter Mayfield Sports Entertainment eine neue Ära. SPEEDWEEK.com traf sich in Landshut zum Exklusiv-Interview mit Eigentümer Richard Coleman.

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Die in Silverstone beheimatete Firma Mayfield Sports Entertainment von Richard Coleman übernahm nach der Saison 2025 von Warner Bros. Discovery die kommerziellen Rechte am Speedway-GP. Der US-Konzern wurde nach seiner Fast-Pleite teilweise zerschlagen, umstrukturiert und der gesamte Geschäftsbereich Sportvermarktung eingestampft. Mayfield hatte nur wenige Monate Vorbereitungszeit, um sich für dieses Jahr zu rüsten. Um die Logistik kümmert sich weiterhin die polnische Spedition Maszonski und TV-Broadcaster bleibt WBD, von ihnen wurde auch einiges Personal aus der Organisation übernommen.

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Im ersten Jahr geht es für Mayfield vor allem um Konsolidierung und Kostenreduktion. Coleman betonte in den vergangenen Monaten, dass er Änderungen mit viel Bedacht vornehmen wird: Die sehr loyale Gefolgschaft des SGP darf nicht vergrault und gleichzeitig sollen neue Zielgruppen gewonnen werden.

Emma Jones das neue Gesicht des SGP

Für jeden auf den ersten Blick ersichtlich ist die neue Presenterin und Moderatorin Emma Jones, die mit ihrer lockeren Art und 443.000 Followern auf Instagram zur Bekanntheitssteigerung beiträgt. Dass der WM-Leader zukünftig wieder mit einer goldenen Weste fährt, ist nichts Neues – das gab es aber seit 2009 nicht mehr. Und dass bei Punktgleichheit nach den Vorläufen nun wieder die Majorität der besseren Plätze statt der Laufzeiten entscheidet, ist ebenfalls begrüßenswert, da leicht nachvollziehbar. Schade ist, dass es fürs Fernsehen – zumindest vorläufig – keine Drohnenaufnahmen von den Läufen mehr gibt.

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Mayfield hat ein paar gute Dinge aus der Vergangenheit zurückgebracht, ohne gleich alles auf den Kopf zu stellen. Eigentümer Coleman sagt aber auch: «Für 2027 gibt es keine heilige Kuh.»

Der erste Doppelevent in Landshut wurde gut angenommen. Zum Weltcup am Freitag kamen über 5000 Fans, so viele waren bei einer Qualifikation zur Team-WM schon lange nicht mehr anzutreffen. Und am Sonntag war das Stadion ebenfalls sehr gut gefüllt, auch wenn die Maximalkapazität von 7900 nicht komplett ausgelastet war.

Ein Speedway-Festival für die Fans

«Logistisch, finanziell und kommerziell hat es in der Vergangenheit mit den Qualifikationsrunden zum World-Cup nicht funktioniert, nur die Ultrafans kamen zu diesen Veranstaltungen», erklärte Coleman im persönlichen Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wenn wir diese Rennen an ein Grand-Prix-Wochenende hängen, wird daraus ein Speedway-Festival. Das ist gut für Fans mit längerer Anreise, die sonst nur zwei Stunden Sport Samstagnacht sehen würden. Landshut hat gezeigt, dass das der richtige Weg ist. Und abgesehen vom kommerziellen Aspekt: Wier brauchen Atmosphäre – und die war am Freitagabend hervorragend.»

Der World-Cup ist durch die Fans der vier teilnehmenden Nationen immer sehr speziell. Erwartet Coleman bei den Doppelevents mit dem SGP2 einen ähnlichen Erfolg? «Das Konzept ist das Gleiche», hielt der Engländer fest. «Manchmal hilft es, wenn ein Fahrer des ausrichtenden Landes dabei ist. Wir dürfen aber auch nicht außer Acht lassen, dass der SGP2 eine Leiter darstellt. Dort können die jungen Athleten Teil der Grand-Prix-Szene sein, durch diese Organisation ergibt sich also auch ein sportlicher Nutzen.»

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Wir können in unserem Ansatz etwas provokanter auftreten.

richard coleman

Die Rückkehr der Startgirls wurde von vielen Fans begrüßt, dahinter stecken auch kommerzielle Überlegungen. «Wir sind kein großes Unternehmen und können in unserem Ansatz etwas provokanter auftreten», schmunzelte der Mayfield-Boss. «Ich muss aber auch aufrichtig sagen, dass die Monster-Girls vor jedem Lauf etwas zur Atmosphäre beitragen – und sie sind für Monster als Marke ein großartiger Hingucker. Sie ziehen die Blicke auf sich. Deshalb gibt es für uns keine ‚politische Korrektheit‘, die uns diesbezüglich zurückhält.»

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