Michelin überrascht mit schnellen Supersport-Zeiten beim Aragón-Test
Im Anschluss an Rennwochenende blieben die Teams der Supersport-WM 2026 im MotorLand Aragón, denn Michelin lud zum großen Reifentest. Die bisherigen Eindrücke überraschen.
Nach der diesjährigen Saison steht die seriennahe Weltmeisterschaft vor einem Umbruch. Nach über zwei Jahrzehnten mit Pirelli als Monopolist rüstet ab 2027 Michelin alle Kategorien mit Reifen aus. Die Vorbereitung auf die neue Aufgabe läuft bei den Franzosen seit Monaten.
Am Montag und Dienstag dieser Woche erhalten die Teams in Aragón einen Eindruck vom aktuellen Entwicklungsstand, der sehr weit fortgeschritten sein dürfte. Weil die Bedingungen ganz ähnlich sind wie am Rennwochenende, sind die Rundenzeiten vergleichbar. Alle Teams und Fahrer haben striktes Redeverbot, aber SPEEDWEEK.com konnte dennoch einige Informationen in Erfahrung bringen.
Die schnellste Supersport-Runde fuhr Yamaha-Pilot Can Öncü am Vormittag in 1:52,952 min. Am Rennwochenende fuhr der Türke seine beste Runde am Sonntag im Warm-up in 1:52,856 min!
Zum Vergleich die aktuellen Rekorde: Der Pole-Rekord von 1:52,257 min stammt von Mattia Casadei, aufgestellt 2025 mit der MV Agusta F3 800. Der Rundenrekord stammt aus demselben Jahr von Öncü in 1:52,057 min, gefahren im zweiten Warm-up.
Dass der Supersport-Reifen von Michelin bereits Rundenzeiten auf einem so hohen Niveau ermöglicht, ist eine Überraschung, auch wenn sich das Fahrgefühl und die Eigenschaften unterscheiden.
«Der erste Eindruck ist sehr positiv», fiel einem Beobachter vor Ort auf. «Die Reifen lassen schnell ein wenig nach, danach bleiben sie aber sehr konstant. Man könnte sagen, es ist wie in der MotoGP. Also erst ein Drop und dann kann man bis zum Ende ähnliche Rundenzeiten durchziehen – sehr interessant.»
Am Dienstag haben die Supersport-Piloten zwei weitere Test-Sessions mit jeweils 110 Minuten.
Michelin-Test in Aragon, 1. und 2. Juni: Zeiten Supersport-WM, Tag 1
Pos
Fahrer (Nation/Motorrad)
FP1
FP2
1.
Can Öncü (TR/Yamaha)
1:52,932 min
1:53,172 min
2.
Tom Booth-Amos (GB/Triumph)
1:53,583
1:54,004
3.
Jaume Masia (E/Ducati)
1:53,773
4.
Alessandro Zaccone (I/Ducati)
1:53,895
1:54,222
5.
Ondrej Vostatek (CZ/Triumph)
1:53,895
1:54,232
6.
Valentin Debise (F/ZXMoto)
1:54,047
1:53,920
7.
Yuki Okamoto (J/Yamaha)
1:53,977
1:54,072
8.
Borja Jimenez (E/Ducati)
1:54,057
1:54,443
9.
Federico Caricasulo (I/ZXMoto)
1:54,282
1:54,176
10.
Matteo Ferrari (I/Ducati)
1:54,349
1:55,112
11.
Jeremy Alcoba (E/Kawasaki)
1:54,475
1:54,231
12.
Oliver Bayliss (AUS/Triumph)
1:54,359
13.
Dominique Aegerter (CH/Kawasaki)
1:54,589
1:54,960
14.
Raffaele De Rosa (I/QJ Motor)
1:54,817
1:54,895
15.
Marcos Ramirez (E/QJ Motor)
1:54,850
1:55,231
16.
Oliver König (CZ/Triumph)
1:55,458
1:55,261
17.
Leonardo Taccini (I/Ducati)
1:55,659
18.
Xavi Cardelus (AND/Yamaha)
1:55,763
1:55,678
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