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Mit einer guten Portion Optimismus reiste Dominique Aegerter zum Supersport-Meeting in Aragon, doch so schlecht lief es für den Schweizer mit der Kawasaki ZX-6R noch nie. Es herrscht Ratlosigkeit.
Dass die Rückkehr in die Supersport-Kategorie kein einfacher Schritt ist, war Dominique Aegerter bewusst. Denn nach drei Jahren Superbike-WM mit elektronischen Fahrhilfen musste der 35-Jährige seinen Fahrstil komplett umstellen, außerdem war die Kawasaki ZX-6R für ihn ein neues Motorrad.
Nach sechs Saisonmeetings ist Aegerter ernüchtert: Fortschritte sind kaum erkennbar und in Aragón fuhr er als 20. der Superpole nur die Plätze 17 und 18 ein, kreuzte also außerhalb der Punkteränge die Ziellinie.
«Das ist natürlich frustrierend und enttäuschend», stöhnte der Supersport-Weltmeister von 2021 und 2022. «Aber ich habe in jeder Runde und jeder Kurve alles gegeben, mit dem, was ich habe. Wir haben immer noch nicht den Klick gefunden, damit wir schneller fahren können. Von meiner Seite versuche ich, meinen Fahrstil so gut es geht an das Motorrad anzupassen, und das Team hilft mir, soweit es geht. Es raubt uns den Schlaf, und wir haben viel Arbeit vor uns.»
Schwierige Zeiten, aber wir werden trotzdem nicht aufgeben.Dominique Aegerter
Aegerter ist sich bewusst: Kawasaki verpflichtete ihn als Aushängeschild und als potenziellen Titelanwärter.
«Ich war am Limit, bin ein paar Mal ins Rutschen gekommen und habe es manchmal sogar überschritten. Ich konnte nicht schneller fahren, daher war es enttäuschend. Ich bin voll motiviert und gebe nicht auf», versicherte der Rohrbacher. «Es tut mir schrecklich leid für die gesamte Kawasaki-Racing-Familie, dass ich keine besseren Resultate liefere. Wir wollen definitiv besser sein, und hoffentlich können wir unser wahres Potenzial bald zeigen. Schwierige Zeiten, aber wir werden trotzdem nicht aufgeben.»
In der Gesamtwertung belegt Aegerter bei Saisonhalbzeit mit überschaubaren 25 Punkten den 17. Rang. Bester Kawasaki-Pilot ist Teamkollege Jeremy Alcoba als WM-Achter mit 87 Punkten.
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