Aragón, Lauf 1: Ducati-Sieg – Albert Arenas (2./Yamaha) baut WM-Führung aus
Im ersten Rennen der Supersport-WM 2026 in Aragón holte Ducati-Pilot Andrea Zaccone seinen ersten Sieg. Mit Platz 2 setzte sich WM-Leader Albert Arenas (Yamaha) weiter ab. Philipp Öttl in den Top-10.
Der erste Lauf der Supersport-Kategorie um 12:30 Uhr gab den Startschuss für einen spannenden Renntag im MotorLand Aragón. Am Freitag hatte sich WM-Leader Albert Arenas (Yamaha) die Pole-Position gesichert. Die erste Reihe komplettierten Saisonüberraschung Valentin Debise (ZX Moto) und Roberto Garcia (Yamaha).
Weil Can Öncü im Warm-up gelbe Flaggen missachtete, musste der Ten Kate Yamaha-Pilot anstatt von der vierten Position von ganz hinten starten – ein herber Rückschlag für den Türken. Es war ein krasser Verstoß: Öncü fuhr nicht nur im betreffenden Sektor Bestzeit, sondern auch seine bis dahin schnellste Runde.
Somit übernahm Tom Booth-Amos als bester Triumph-Pilot der Startaufstellung auf Position 4, daneben der beste Ducati-Pilot Alessandro Zaccone sowie der WM-Dritte Jaume Masia (Ducati). Weil weitere Piloten eine Grid-Strafe erhielten, rückten Philipp Öttl (Ducati), Dominique Aegerter (Kawasaki) und Andreas Kofler (Ducati) auf die Startplätze 11, 20 und 27 nach vorn.
Das Rennen über 15 Runden fand bei 27 Grad Celsius und sommerlichen Bedingungen statt. Den Start gewann der Pole-Setter, der vor Garcia, Debise und Zaccone als Führender in die erste Kurve einbog. In Runde 1 setzte sich Arenas leicht von seinen Verfolgern ab. Doch Garcia und Zaccone fuhren anschließend identische Rundenzeiten und hielten mit dem früheren Moto2-Piloten mit.
In Runde 5 fuhren Arenas, Zaccone, Garcia und Booth-Amos innerhalb von nur einer Sekunde. Mit etwas Abstand folgten Aldi Mahendra (Yamaha) und Masia.
Bei Halbzeit führte Arenas weiter das Rennen an, dahinter wechselten die Positionen mehrfach. Mit der schnellsten Rennrunde in 1:53,048 min glänzte Booth-Amos. Bei mehreren Piloten machte sich mittlerweile der Reifenverschleiß bemerkbar und die Rundenzeiten wurden deutlich langsamer.
Im letzten Renndrittel fuhren nur die Top-6 unter 1:54 min. Arenas kontrollierte das Rennen von der Spitze aus und hatte mit Zaccone nur noch einen hartnäckigen Gegner. Erst in der letzten Runde attackierte Zaccone ernsthaft und holte sich auf der langen Geraden aus dem Windschatten die Führung. Der Ducati-Pilot gewann sein erstes Supersport-Rennen vor Arenas und Booth-Amos.
Valentin Debise hat mit der ZX Moto auf der spanischen Rennstrecke mehr Mühe als zuvor und wurde mit 6,8 sec Rückstand Siebter.
Philipp Öttl machte am Start zwei Positionen gut und arbeitete sich in Runde 1 weiter nach vorn. Bis Runde 5 belegte der Bayer Platz 8 und kämpfte mit Debise, Simon Jespersen und Matteo Ferrari um Platz 7. Im letzten Renndrittel bekam Öttl zunehmend Probleme mit den Reifen und musste sich mit Platz 10 zufrieden geben.
Can Öncü kam als 21. aus der ersten Runde und überholte bei jeder Gelegenheit, doch als der Yamaha-Pilot nach fünf Runden in den Top-15 auftauchte, war die Spitze bereits um 10 sec enteilt. Die Aufholjagd des Ten Kate-Piloten endete als Zwölfter.
Für Dominique Aegerter erfüllte sich der Wunsch eines Top-10-Finishs nicht. Der Schweizer steckte in einer Kampfgruppe fest und konnte aus eigener Kraft kaum Positionen gewinnen. Nach 15 Runden kreuzte der Kawasaki-Pilot auf Platz 17 die Ziellinie – aber 1,7 sec hinter seinem Teamkollegen Jeremy Alcoba, der Elfter wurde.
Der Österreicher Andreas Kofler (Yamaha) wurde 28.
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