Marc-VDS-Gründer Marc van der Straten ist tot: «Werden ihn nie vergessen»
Marc van der Straten ist gestorben. Der belgische Gründer der Moto2-Mannschaft Marc VDS Racing ist am Sonntagmorgen von uns gegangen, sein Team erinnert an «eine überlebensgroße Persönlichkeit».
Traurige Neuigkeiten aus der Moto2: Marc van der Straten ist tot. Das teilte sein Moto2-Team Elf Marc VDS Racing am Sonntag mit. Der charismatische Teamgründer sei am Sonntagmorgen, 5. Juli 2026, friedlich in seinem Zuhause in der Schweiz verstorben. Er wurde 78 Jahre alt.
Der belgische Unternehmer Marc van der Straten gründete Marc VDS Racing 2009. Sein Team verabschiedete ihn mit dem französischen Gruß «Bonne route, mes félins», also: «Gute Fahrt, meine Raubkatzen» in Anlehnung an das Logo des Teams.
Ein Leben im Zeichen des Motorsports
Sein Team schrieb über Marc van der Straten: «Seine Liebe zum Motorsport wurde ihm von seinem Vater weitergegeben, der selbst ein ehemaliger Rennfahrer war, und es war diese gemeinsame Begeisterung, die Marc zu einem Leben im Zeichen des Motorsports führte.» Van der Straten war Nachfahre der belgischen Brauerei-Dynastie Stella Artois. Von seinem Vater Rudolph erbte er bereits ein 1964 gegründetes Team. Van der Straten unterstützte anschließend den Belgier Tony Gillet und gründete 1997 sein erstes Team im Automobilrennsport. 2009 begann für ihn das Kapitel Motorradsport: Sein Moto2-Team gewann 2014, 2017 und 2019 mit Tito Rabat, Franco Morbidelli und Alex Marquez den Titel. Von 2015 bis 2018 war das Team auch in der MotoGP vertreten, Jack Miller sorgte 2016 im Regen in Assen für den einzigen Sieg in der Königsklasse.
Marc VDS war «eine überlebensgroße Persönlichkeit»
Das Marc-VDS-Team schrieb über seinen Gründer und Eigentümer: «Marc war nicht nur der Chef, sondern auch eine überlebensgroße Persönlichkeit, die dank ihrer charakteristischen Kappe mit dem karierten Muster weltweit auf den ersten Blick erkennbar war. Das Siegen bedeutete ihm besonders viel, aber ebenso wichtig war ihm sein Streben nach Spitzenleistungen sowohl auf als auch abseits der Rennstrecke. Marc VDS ist nicht nur ein Team. Es ist eine Familie. Und eine seiner größten Freuden im Leben war es, zu sehen, wie diese Familie durch harte Arbeit und Engagement florierte und Erfolge feierte.»
Weiter heißt es: «Marc hat Erinnerungen geschaffen, die für immer Bestand haben werden. Und wir werden ihn niemals vergessen – ebenso wenig wie seinen Beitrag dazu, dass so viele Menschen in einem wahrhaft bemerkenswerten Leben ihre Träume verfolgen und verwirklichen konnten.»
Mit dem Tod von van der Straten ist unklar, wie es mit seinen Teams weitergeht. Seine Moto2-Mannschaft und auch sein Superbike-Team (seit 2024 im Einsatz mit Sam Lowes als Einzelkämpfer auf Ducati) sind Privatteams, die von van der Straten selbst finanziert wurden. Von seinen drei Kindern hat keines Interesse an einer Weiterführung, ob er eine Stiftung gegründet hat, oder in sonst einer Weise für den Fortbestand vorgesorgt hat, ist unklar. Van der Straten gab für seine sämtlichen Rennsportprojekte auf zwei und vier Rädern pro Jahr 7 bis 8 Millionen Euro aus.
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