Moto2, Assen: 1. Sieg 2026 für David Alonso, packender Dreikampf mit Intact
Pole-Setter David Alonso fährt in Assen zu seinem ersten Sieg 2026. Alonso und die Intact-Piloten Manu Gonzalez und Senna Agius liefern sich ein packendes Triell nach Aufholjagd von Platz 6 und 7.
Die Lage vor dem Moto2-Rennen auf dem TT Circuit in Assen: Der Kolumbianer David Alonso hatte sich am Samstag die Pole-Position gesichert. Es war nach Brünn bereits seine zweite Pole in Serie. Nur der Sieg fehlte bislang beim Aspar-Mann. Daniel Munoz vom Italtrans-Team musste von ganz hinten starten: Er wurde wegen eines technischen Vergehens vom Qualifying disqualifiziert.
Weil es über Nacht stark geregnet hatte in Assen und die Strecke noch zu feucht war, war früher am Tag im Moto3-Rennen die Long-Lap-Strafe nicht gefahren worden. Fahrer bekamen stattdessen drei Sekunden auf die Renndauer addiert. Zur Moto2 aber wieder alles in bekannter Ordnung: Die Long-Lap-Piste wurde wieder freigegeben. Und wurde mit zahlreichen Track-Limit-Strafen reichlich genutzt.
Intact startete weiter hinten
Startreihe 1 im Moto3-Rennen: David Alonso vor Alberto Ferrandez und Izan Guevara. Dahinter Dani Holgado, Celestino Vietti und Senna Agius. WM-Leader Manu Gonzalez startete von Rang 7.
Pole-Setter Alonso erwischte einen schlechten Start, fiel auf Rang 3 zurück. Ferrandez souverän – und der neue Leader in Assen. Senna Agius kämpfte sich unterdessen in der ersten Runde auf Platz 4 vor. Ivan Ortola kam auch richtig gut weg, machte sieben Positionen gut, war nun Achter.
Das Boscoscuro-Duo Guevara/Ferrandez an der Spitze wurde in Runde 2 dann auseinandergerissen: Alonso und Holgado, also die Aspar-Teamkollegen, schoben sich dazwischen. Guevara neuer Leader – eh dann Dani Holgado vorbeizog. Dann gingen auch noch die Intact-Piloten Agius und Gonzalez an Ferrandez vorbei, der inzwischen auf 6 durchgereicht war.
Weiter hinten im Feld Chaos: Dani Munoz crashte, dann auch Celestino Vietti, der zu diesem Zeitpunkt Siebter war. Joe Roberts bekam für einen Frühstart eine doppelte Long-Lap-Strafe aufgebrummt. Furusato verlor wegen einer Berührung von den Stewards eine Strafe von einer Position.
Intact kämpft sich nach vorn
Viele Positionswechsel in der Spitzengruppe: Alonso an Guevara vorbei auf 2, Ivan Ortola an Ferrandez vorbei. In Runde 6 Alonso zurück in Führung. In Runde 8 zog der Gonzalez-Zug dann auch an Guevara vorbei – und in Runde 9 an Holgado auf Platz 2. Und dann auch die Attacke von Gonzalez‘ Kollege Agius: Der Australier zog in Runde 11 an Holgado vorbei.
Alonso zur Halbzeitführung
Der Stand also zur Halbzeit: Alonso, Gonzalez, Agius, Holgado, Guevara, Ortola, Escrig (der aber noch eine Long-Lap wegen Track-Limits absolvieren musste).
Während Gonzalez Alonso richtig unter Druck setzte, absolviert Escrig die Strafe – aber nicht korrekt. Das Ergebnis: doppelte Long-Lap-Strafe und damit der herbe Rückschlag. Izan Guevara kämpfte sich an Holgado auf Rang 4 vor.
Beide Intact-Piloten dann mit der Warnung, dass sie am äußersten Limit beim Überfahren der Streckenbegrenzung waren. Vorteil Alonso also im Duell um den Sieg, da Gonzalez sich zusammenreißen musste, um keine Strafe zu bekommen. Doch das half Alonso nicht langfristig – in Runde 17 zog Gonzalez geschickt innen vorbei.
Trio setzt sich ab
Dann eine kurze Gelbphase, weil Deniz Öncü in Kurve 10 verunfallte. Unterdessen trumpfte Intact in dieser Schlussphase richtig auf, machte Druck auf Alonso. Die Top-3 setzten sich ab, Agius mit der schnellsten Rundenzeit. Und Alonso im Intact-Sandwich – bis Agius in Runde 19 vorbeiging. Alonso versuchte, zu kontern, kam in Runde 20 wieder vorbei. Was für ein starkes, packendes Racing im Spitzen-Trio!
Eine Runde vor Schluss saß dann spätestens jeder Zuschauer vorne auf der Sofakante: Das Trio kämpfte hart und eng, fast sah es nach der Kollision aus! Aber Gonzalez hielt sich vor Alonso und der vor Agius. Bis zu den allerletzten Metern! David Alonso bewies Comeback-Qualitäten und Zähheit: Der Kolumbianer zog mit richtig Biss in wieder an Gonzalez vorbei – und kam nur 24 Hundertstelsekunden vor dem Spanier ins Ziel. Sein erster Sieg der Saison. Und den hat er sich wahrlich erkämpft. Auch die Jungs vom deutschen Intact-Team können stolz auf sich sein, haben sich souverän nach vorn gekämpft und waren nah dran am Sieg. Manu Gonzalez baut seine WM-Führung aus.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach