Albtraum-Freitag für SpeedRS: Vietti und Lunetta mit schweren Stürzen
Das Moto2-Zeittraining in Assen verkam zum Sturzchaos. Besonders hart traf es das Team SpeedRS von Luca Boscoscuro. Celestino Vietti und Luca Lunetta hatten heftige Abflüge – ein Tag zum Vergessen.
Normalerweise geht das Rennwochenende in Assen bei erträglichen Temperaturen über die Bühne, oft regnet es auch in der «Kathedrale des Speeds». In diesem Jahr ist es anders. Am Freitagnachmittag hatte sich die Luft über dem TT Circuit Assen auf 35 Grad Celsius aufgeheizt, der Asphalt glühte förmlich.
Hitzig ging es dann auch im Moto2-Zeittraining zu. Die 40-minütige Session mutierte zum Sturz-Festival. Viele Fahrer verloren die Kontrolle über ihr Motorrad, Ayumu Sasaki legte sich sogar dreimal in den Kies.
Beide SpeedRS-Piloten stürzten
Besonders hart traf es das SpeedRS-Team von Luca Boscoscuro. Nur drei Minuten nach dem Start der Session hatte Celestino Vietti einen mächtigen Highsider in Kurve 5. Der Italiener flog in hohem Bogen von seinem Motorrad und fand sich im Kiesbett wieder. Danach verließ er humpelnd die Strecke.
Nur wenige Minuten später erwischte es Teamkollege Luca Lunetta. Der Moto2-Rookie stürzte in Kurve 7. Danach wurde die rote Flagge geschwenkt, damit die Marshals die Boscoscuro von Lunetta gefahrlos bergen konnten. Die Streckenposten mussten danach die Strecke reinigen, weshalb es zu einer mehrminütigen Unterbrechung kam.
Somit hatten beide SpeedRS-Piloten in den ersten zehn Minuten der Session einen heftigen Crash. Die Mechaniker versuchten danach in der Box alles, um die Bikes von Vietti und Lunetta wieder flott zu kriegen, doch die Zeit reichte nicht aus. Der Schaden war groß für das italienische Team – nicht nur viel Material ging zu Bruch, auch sportlich war der Freitag für SpeedRS eine Vollkatastrophe. Lunetta beendete das Zeittraining auf Rang 24, Vietti wurde Letzter – der Fahrer der VR46 Academy von Valentino Rossi hatte keine gezeitete Runde auf dem Zettel.
Vietti und Lunetta müssen somit am Samstag im Q1 ran. Das einzig Positive von Tag 1 in Assen: Beide Fahrer kamen mit Blessuren davon.
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