Audi-Star Nico Hülkenberg: «Diese Runden fühlten sich beängstigend an»
Audi-Routinier Nico Hülkenberg erlebte auf dem Circuit Gilles Villeneuve ein schwieriges Rennen. Bereits vor dem Start wurde es knifflig, wie der Deutsche nach dem Fallen der Zielflagge erzählt hat.
Im Fahrerlager von Kanada war es ein Dauerthema: Die Wetterprognose für den fünften Rennsonntag der Saison liess ein Regenrennen befürchten, und vor dem Start des Rennens hatte es auch geregnet, deshalb gestaltete sich die Reifenwahl besonders knifflig. Sieben Fahrer nahmen das Rennen auf den Intermediates in Angriff, einer davon war Nico Hülkenberg.
Der Audi-Star merkte aber schnell, dass die grün markierten Gummis nicht die richtige Wahl waren, tatsächlich zeichnete sich dies schon vor dem Start ab, als das Feld gleich drei Einführungsrunden absolvierte, weil Arvid Lindblad bei der ersten Aufwärmrunde nicht vom Fleck kam und von der Startaufstellung geschoben werden musste. Als das Rennen endlich losging, hatten sich die Streckenverhältnisse bereits derart verbessert, dass die mit Intermediates bestückten Autos früh an die Box abbogen.
Hülkenberg, der seine Reifen für Mischverhältnisse bereits in der zweiten Runde gegen weiche Slicks austauschte und in Runde 20 schliesslich auf die mittelharte Mischung der rillenlosen Walzen wechselte, kam schliesslich als Zwölfter ins Ziel. Er erklärte nach dem Rennen, dass sich die Einführungsrunden bereits schwierig gestalteten.
«Wir stehen in der Startaufstellung, es regnet schon eine Weile, es fahren keine Autos, der Himmel ist grau – es hätte genauso gut so weitergehen können», verteidigte der 38-Jährige die Reifenwahl. «Wir sind natürlich ein bisschen ein Risiko eingegangen, aber ich glaube, es lag auch an den Runden vor dem Start», fügte er im gleichen Atemzug an.
«Ich finde, unser Auto kommt sehr gut mit den Reifen zurecht, aber wenn es kalt ist, haben auch wir Mühe, sie auf Temperatur zu bringen, und ich glaube, das lag auch ein bisschen an den Runden vor dem Start, die sich für uns ziemlich unsicher und beängstigend anfühlten. Im Nachhinein war es natürlich ganz klar nicht die richtige Reifenwahl», ergänzte der 254-fache GP-Teilnehmer, der sich nun auf sein Heimrennen in seiner Wahlheimat Monaco freuen darf.
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