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Beide Quali-Sitzungen der Moto3 verdienten das Prädikat «kurios». Mit schlechtem Timing fielen die finalen Angriffe auf die Pole einfach aus. Jubel dafür bei Intact GP: Startplatz 1 für David Almansa.
Die Gnadenlosigkeit der Moto3-WM bekam erneut der einzige deutschsprachige Pilot des Fahrerlagers zu spüren. Rookie Leo Rammerstorfer, 2025 in Mugello noch als Red-Bull-Rookie in Mugello am Start, verbesserte im Q1 seine Zeit vom Freitag um 1,5 Sek. – und verpasste doch das Q2. Rammerstorfer wird am Sonntag Startposition 24 einnehmen.
Nichts anderes als peinlich war der Auftritt einer ganzen Horde von Moto3-Youngstern in der ersten der beiden Sitzungen. Durch spätes Rausschicken auf den Kurs und Bummeln in der Gruppe verpokerte sich eine Horde von Piloten, inklusive Lokalheld Guido Pini – sie alle kamen über zu spät über die Linie.
Weitergezogen mit Uriarte und Danish, zwei Rookies der Klasse. Dazu fanden mit Matteo Bertelle und Cormach Buchanan zwei erfahrenere Moto3-Fahrer den Weg ins Q2. Bei über 40 Grad Asphalttemperatur und hitzigen 30 Grad in der Luft ging es schließlich unter den Top 10 um die beste Ausgangslage zum Italien-GP.
WM-Tabellenführer Maximo Quiles entschied sich zunächst für eine Solofahrt. Mit 1:55,807 min kam die erste Richtzeit aus der Gashand des Aspar-Piloten, der bereits fünf GP-Siege 2026 auf dem Konto hat.
Doch der Spanier wurde bald weit zurückgereicht. Hakim Danish verbesserte seine Q1-Zeit um eine volle Sekunde, landete bei 1:54,880 min und war damit klar Schnellster vor Uriarte und Rios. Dann legte mit Intact-GP-Pilot David Almansa wieder ein Spanier nach. Die Startnummer 22 war nochmals 0,018 sec flotter.
Als die Piloten noch einmal frisches Reifenmaterial montieren ließen, war Quiles bereits auf P15 zurückgefallen. Scott Ogden, der Schnellste des Zeittrainings, rangierte fünf Minuten vor der Flagge auf Platz 9.
Unfassbar: Im Finale passierte das Gleiche wie 15 Minuten zuvor: Eine gane Gruppe von Teams, darunter die Aspar-Crew um WM-Leader Quiles, schaute auf die falsche Uhr. Nach der Timing-Fehlleistung fanden die entscheidenden Attacken erst gar nicht statt.
Die Pole-Position ging damit zur Freude der deutschen Mannschaft von Liqui Moly Dynavolt Intact GP an David Almansa. Dazu brachten sich Neueinsteiger Hakim Danish und Joel Kelso in Startreihe 1. Dahinter drei Spanier mit Urirate, Rios und Esteban. Maximo Quiles erntete den schlechtesten Startplatz 2026 – Position 15 für die Nummer 18 nach einer suboptimalen Teamleistung.
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