Moto3, Zeittraining: David Almansa weist WM-Leader Quiles in die Schranken
Im Moto3-Zeittraining in Indonesien erzielte Intact-Pilot David Almansa die Bestzeit. Maximo Quiles und Matteo Bertelle folgten auf 2 und 3. Alvaro Carpe auf 4. Leo Rammerstorfer auf Rang 22.
Maximo Quiles hat es in Indonesien selbst in der Hand, um sich vorzeitig zum Moto3-Weltmeister zu küren. Ein Sieg am Sonntag würde ausreichen – unabhängig davon, wie seine WM-Rivalen David Almansa, Alvaro Carpe und Brian Uriarte abschneiden würden. Falls es nicht Platz 1 wird, wäre Quiles auf deren Schützenhilfe angewiesen.
In Japan stellte Almansa klar, dass er Quiles das Feld nicht kampflos überlassen will. In Motegi siegte der Intact-Pilot mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,046 sec auf seinen spanischen Landsmann.
Auch im FP1 am Freitagvormittag in Indonesien war Almansa in 1:37,515 min der Schnellste. Hinter ihm belegten Carpe und Quiles die Ränge 2 und 3.
Auf das erste freie Training folgt am Freitag in der Moto3-Klasse das Zeittraining. In diesem geht es darum, direkt ins Qualifying 2 zu kommen, was nur den schnellsten 14 Fahrern gelingt. Die restlichen Fahrer müssen am Samstag ins Q1, aus welchem dann noch die Top-4 ins Q2 aufsteigen.
Zum Start des Zeittrainings um 13.15 Uhr Ortszeit betrug die Lufttemperatur 29 Grad Celsius. Der Asphalt hatte sich auf 66 Grad aufgeheizt. Für die erste nennenswerte Bestzeit sorgte Quiles in 1:38,334 min. Zum Vergleich: Den Moto3-Rundenrekord auf dem Mandalika International Street Circuit hatte Adrian Fernandez 2025 in 1:37,022 min aufgestellt.
Kurz danach setzte sich Almansa in 1:38,215 min an die Spitze. Hakim Danish hatte in Kurve 11 einen heftigen Crash. Er blieb zunächst benommen sitzen, konnte dann aber wieder aufstehen und in die Service Road laufen.
Carpe fuhr danach in 1:37,965 min eine neue Bestzeit. Almansa konterte umgehend und fuhr eine 1:37,924 min. Die Top-5 nach zehn Minuten: Almansa, Quiles, Carpe, Bertelle und Uriarte.
Almansa (1:37,882 min) setzte sich wieder an die Spitze und Quiles (1:37,941 min) fuhr die zweitschnellste Zeit. Carpe ließ das nicht auf sich sitzen und fuhr in 1:37,842 min erneut eine Bestzeit. Der Österreicher Leo Rammerstorfer lag zu diesem Zeitpunkt mit einer Sekunde Rückstand auf Rang 16.
Nach 15 Minuten hatte Joel Kelso einen Highsider in Kurve 10 – er blieb unverletzt. Zu diesem Zeitpunkt lag der Australier auf Position 8. Kurz danach stürzte sein Teamkollege Eddie O’Shea an derselben Stelle. Sein Sturz war weniger spektakulär, er blieb ebenfalls unverletzt. Für die GRYD-Racing-Crew gab es danach in der Box viel zu tun.
In der Zwischenzeit hatte sich Intact-Pilot Almansa in 1:37,627 min wieder an die Spitze gesetzt.
Die Reihenfolge 15 Minuten vor dem Ende: Almansa, Carpe, Quiles, Uriarte, Bertelle, Danish, O’Gorman, Fernandez, Kelso und Pratama.
Es folgte die finale Zeitenjagd. WM-Leader Quiles fuhr eine 1:37,371 min und Almansa eine 1:37,392 min – die Top-2 in der Gesamtwertung lieferten sich bereits am Freitag ein enges Duell. Carpe folgte auf dem dritten Platz mit knapp zwei Zehntelsekunden Abstand.
Fünf Minuten vor dem Ende fuhr dann Almansa in 1:37,169 min eine neue Bestzeit. Rammerstorfer war auf Position 23 abgerutscht. Die Leopard-Honda-Piloten Fernandez und Pini hatten sich auf die Ränge 4 bzw. 8 verbessert. David Munoz befand sich als 14. auf dem Schleudersitz.
Quiles verbesserte seine Zeit auf 1:37,257 min und Rammerstorfer machte eine Ausfahrt ins Kiesbett – er blieb aber sitzen. Auch Quiles musste danach seine Offroad-Qualitäten im Kies unter Beweis stellen. Er konnte seine KTM ebenfalls auf den Rädern halten.
Almansa präsentierte sich erneut stark, an seine Bestzeit kam niemand mehr heran. Den direkten Einzug ins Q2 schafften: Almansa, Quiles, Bertelle, Carpe, Fernandez, Yamanaka, Uriarte, O’Gorman, Rios, Pini, Salmela, Pratama, Cruces und Esteban. David Munoz (Intact GP) scheiterte als 15. nur knapp. Leo Rammerstorfer belegte Rang 22.
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