Moto3, Zeittraining: Quiles in Front, Munoz (Intact) mit starkem Comeback
Das erste Zeittraining der Motorrad-WM der laufenden Saison auf europäischem Boden endete mit einem Schaulaufen der spanischen Moto3-Piloten. WM-Leader Quiles holte Platz 1. Leo Rammerstorfer Letzter.
Bei der ersten Ausfahrt der Moto3 auf dem Circuito de Jerez Angel Nieto sahen die bereits zahlreich anwesenden Fans an der Spitze ein Paarlaufen gleich zweier Mannschaft. So hatte die Aspar-Mannschaft mit Maximo Quiles und Marco Morelli das FP1 auf den Rängen 1 und 3, das MTA-Team mit Matteo Bertelle und Joel Esteban auf 2 und 4 abgeschlossen.
Gute Laune gab es in der Früh auch in der deutschen Intact-GP-Box. Das zuletzt verletzte Gespann David Almansa und David Munoz hatte die Rückkehr auf den KTM-Moto3-Rennen gut überstanden und mit den Positionen 6 und 11 einen guten Einstand in den Spanien-GP gegeben. Honda-Pilot Leo Rammerstorfer, der seine Rookie-Saison in der Struktur von Paolo Simoncelli bestreitet büßte zum Auftakt 1,6 sec auf die Spitze ein – Platz 23.
Vor dem Zeittraining, das um 13.15 Uhr in Jerez freigegeben wurde hatte sich Unruhe breit gemacht. Aus dem zugezogenen Himmel fielen zur Mittagsstunde einige Tropfen. Doch der Asphalt war trocken, als das Feld der 26 Youngster bei 18 Grad Lufttemperatur auf die Kultrennstrecke steuerte. Ziel der 35-minütigen Sitzung: Entsprechenden Regeln in der Moto3 und Moto2 ging es für die Piloten, sich in den Top 14 für einen direkten Einzug ins zweite Qualifying am Samstag zu positionieren.
Aufgrund der hohen Chance auf Regen gingen die Piloten sofort voll zur Sache. Maximo Quiles schockte die Konkurrenz. Mit den ersten fliegenden Runden feuerte der 18-Jährige neue Bestzeiten ab. Der Schützling von Marc Marquez lieferte eine 1:44,330 min und lag damit fast eine halbe Sekunde vor dem ersten Verfolger Valentin Perrone. Gut unterwegs auch das Intact-Duo auf 3 und 4.
Nach gut zehn Minuten steuerten die meisten Piloten die Box an, noch hielt das Wetter über der Traditionsrennstrecke. Knapp 15 Minuten vor Schluss ging Quiles, der auch in der WM-Tabelle nach drei Events den Ton angibt, mit einer Solofahrt zurück auf die Strecke. Unter düsterem Himmel versuchte der Aspar-Pilot die Latte noch höher zu legen – doch ohne Erfolg.
Im Kampf um die begehrten Q2-Tickets ging mit acht Minuten auf der Uhr Ruche Moodley zu Boden. Die gelben Flaggen kostete einiger Fahrer eine Verbesserung. Profitierten konnte der Spanier Adrian Cruces, der auf der CIP-KTM auf Platz 2 vorstieß. In bester Moto3-Tradition verliefen die letzten Minuten turbulent.
Vier Minuten vor der Flagge – Jubel in der Tech3-Box, denn Valentin Perrone hatte Quiles von der Spitze verdrängt. In der gleichen Runde ging es für Bertelle auf Rang 3 nach vorne. Eine starkes Ausrufezeichen kam im Finale von David Munoz. Der Intact-Pilot, der am Donnerstag noch den Medical-Check über sich ergehen lassen musste, drückte die Bestzeit auf eine 1:44,119 min. Maximo Quiles setzte noch einmal zum Konter an. Versuch 1 scheiterte, doch im letzten Umlauf gelang die Revanche. Quiles war 0,041 sec schneller als der starke David Munoz. Dessen Teamkollege Almansa zog als Fünfter ebenfalls sicher ins Q2 ein.
Erleichterung war nach dem Zeittraining im Team Green Power zu sehen. Scott Ogden schnappte sich trotz Sturz kurz vor Schluss mit P14 das letzte direkte Q2-Ticket.
Aus der Sicht der Hersteller war das Zeittraining der kleinsten Hubraumklasse fest in österreichischer Hand. Schnellster Honda-Fahrer war Adrian Fernandez auf Position 5. Nicht direkt ins zweite Qualifying schafft es der Österreicher Leo Rammerstorfer. Auf Platz 26 fehlten dem Linzer zwei Sekunden auf WM-Leader Quiles.
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