Peter Öttl nach Moto3-Absage: «Bei uns herrschte große Zuversicht»
IntactGP rechnete sich beim letzten Moto3-Auftritt auf Phillip Island einiges aus. Teammanager Peter Öttl erklärt, warum die Startplätze täuschten und die Absage dennoch akzeptiert werden musste.
Für das IntactGP-Moto3-Team endete das letzte Rennwochenende auf Phillip Island mit einer verpassten Gelegenheit. David Almansa und David Munoz hatten unter unterschiedlichen Bedingungen ihre Konkurrenzfähigkeit gezeigt. Nach den Startplätzen 11 und 16 wollte die Mannschaft im Rennen nach vorne fahren. Doch die eingeschränkte Sicht, die den Einsatz des Rettungshubschraubers verhinderte, machte einen Start am Sonntag unmöglich.
Die erste Reihe hätten Pole-Setter Veda Pratama, WM-Leader Maximo Quiles und Lokalmatador Joel Kelso gebildet. IntactGP-Teammanager Peter Öttl blickte trotz der weniger günstigen Ausgangspositionen seiner Fahrer optimistisch auf das Rennen. Besonders der Freitag hatte dafür gute Argumente geliefert.
Warum Öttl für das Rennen optimistisch war
«Bei unserem letzten Rennwochenende hier auf Phillip Island wurden wir am Freitag mit sonnigen 28 Grad verwöhnt. Beide Davids sind perfekt ins Wochenende gestartet. Almansa war nach dem Zeittraining starker Vierter und Munoz Achter. Damit konnten sie sich direkt für das Q2 qualifizieren», schilderte Öttl im Austausch mit SPEEDWEEK.com.
Der Wetterumschwung am Samstag änderte aus seiner Sicht wenig am Potenzial des Duos. «Auch am Samstag im Regen waren beide konkurrenzfähig, auch wenn es einen Sturz gab. Beide waren im Trockenen und im Nassen sehr schnell», erklärte der Teammanager.
Dass sich diese Form nicht in besseren Startplätzen widerspiegelte, ordnete Öttl auch mit den Besonderheiten des schnellen australischen Kurses ein. «Die Startplätze 11 und 16 waren sicher nicht perfekt, doch der Windschatten hat extremen Einfluss auf die Rundenzeit hier auf Phillip Island. Deshalb kann man auf einer Runde nicht immer das korrekte Kräfteverhältnis erkennen. Für das Rennen am Sonntag herrschte große Zuversicht bei uns, unabhängig vom Wetter», betonte er.
Bedingungen zum Fahren okay, aber nicht zum Fliegen
Nach stundenlangem Warten wurden zunächst die Rennen der
«Die Umstände haben die Durchführung einfach nicht zugelassen. Die Strecke war in Ordnung, doch aufgrund der Sichtverhältnisse war das Starten und Landen für den Rettungshubschrauber nicht möglich. Damit ist die Sicherheit der Fahrer nicht gegeben. Das muss man akzeptieren», hielt der IntactGP-Teammanager fest.
Die Enttäuschung blieb dennoch groß – auch mit Blick auf das Publikum, das zum Abschied von Phillip Island trotz der widrigen Bedingungen ausgeharrt hatte. «Natürlich ist es schade für das gesamte Team und die Fahrer. Zudem traf es die Zuschauer, die bei diesem letzten Auftritt sehr zahlreich erschienen waren», sagte Öttl.
Für die Mannschaft geht es ohne Rennergebnis aus Australien direkt zur nächsten Aufgabe. «Am Montag reisen wir weiter nach Malaysia. Meine beiden Davids sind immer konkurrenzfähig. Deshalb kann ich mich auf jedes Wochenende freuen», erklärte Öttl.
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