David Almansa (1.) überglücklich: «Habe in dieser Saison viel durchgemacht»
Mit seinem zweiten Saisonsieg im Moto3-Rennen in Silverstone beendete David Almansa eine lange Durststrecke – für sich selbst und Intact GP. Auch Teammanager Peter Öttl ist erleichtert.
Mit seinem ersten Grand-Prix-Sieg beim Saisonauftakt in Thailand erlebte David Almansa zugleich einen perfekten Einstand im deutschen Team Intact GP. Danach folgte beim zweiten Event 2026 der Schock: Almansa zog sich bei einem Crash im Moto3-Rennen in Brasilien eine Fraktur im linken Ellenbogen zu. Den Großen Preis der USA in Austin musste er auslassen, danach folgten die Ränge 7, 7 und 4. In Mugello musste Almansa nach seiner Pole-Position wegen einer Halsentzündung das Handtuch werfen. Nach den Plätzen 2, 4 und 2 in Balaton, Brünn und Assen folgte auf dem Sachsenring der nächste Rückschlag: Almansa konnte den Deutschland-GP, das Heimrennen von Intact GP, krankheitsbedingt nicht bestreiten.
Almansa erlebte bislang eine Moto3-Saison mit Höhen und Tiefen. In Silverstone sollte es endlich wieder klappen mit einem Erfolgserlebnis. Im Rennen am Sonntag stürmte der Spanier aus der zweiten Startreihe an die Spitze. Im Verlauf des Rennens über 15 Runden leistete Almansa den Großteil der Führungsarbeit. Mehrere Ausreißversuche scheiterten jedoch – der 20-Jährige konnte sich vom Rest des starken Moto3-Feldes nicht absetzen. Doch dann folgten zwei starke Schlussrunden und Almansa überquerte die Ziellinie mit 0,7 sec Vorsprung auf Alvaro Carpe (KTM Ajo).
Almansa: «Der speziellste Tag meiner Karriere»
In Silverstone holte Almansa seinen zweiten GP-Sieg. «Es ist ein ganz besonderer Tag. Ich würde sogar sagen, es ist der speziellste Tag meiner Karriere, denn ich habe bisher in dieser Saison viel durchgemacht», war der Intact-Pilot nach dem Rennen überglücklich. «Leider fehlen mir die Worte, und ich fühle mich müde, weil ich noch nicht ganz bei 100 Prozent bin. Aber ich bin so glücklich. Zunächst einmal möchte ich meiner Familie, dem Team und allen Fans danken, die mich unterstützen. Ein besonderer Dank gilt dem Team, das jedes Mal unglaubliche Arbeit leistet und mir sein Vertrauen schenkt.»
Das Moto3-Rennen fand in Silverstone nach den Grands Prix der Klassen Moto2 und MotoGP statt – normalerweise sind die Fahrer der kleinsten Kategorie an einem Rennsonntag als erstes an der Reihe. «Der ungewöhnliche Zeitplan ermöglichte es mir, die anderen Rennen in voller Länge zu verfolgen, und ich sah, dass die Reifen einen massiven Leistungsabfall erlitten. Deshalb habe ich versucht, sie in den ersten Runden gut zu schonen, auch wenn es von Beginn an ein harter Kampf war», berichtete Almansa. «Zur Rennmitte habe ich angefangen, stärker zu pushen, um einen Vorsprung herauszufahren, aber auf der Gegengeraden und in den schnellen Schikanen herrschte starker Wind. Das hat die Sache wirklich erschwert. Aber ich habe weitergemacht und in der letzten Runde alles gegeben, um diesen Sieg zu sichern. Er war längst überfällig, und deshalb werden wir ordentlich feiern. Es war auch ein sehr wichtiger Sieg, nicht nur für mich, sondern für das gesamte Team. Wir müssen weiter hart arbeiten und konzentriert bleiben, denn wir haben erst die Hälfte der Meisterschaft hinter uns. Als Nächstes steht Aragon auf dem Programm, eine meiner absoluten Lieblingsstrecken. Ich freue mich also schon sehr darauf, dort in drei Wochen zu fahren.»
Peter Öttl: «War für das gesamte Team sehr, sehr wichtig»
Auch Moto3-Teammanager Peter Öttl war nach dem Sieg von David Almansa erleichtert. «Nach dem Sachsenring, wo unser Team zum ersten Mal in dieser Saison ohne Punkte nach Hause fahren musste, weil David Almansa krank und Marcos Uriarte gestürzt war, war dieses Wochenende in Silverstone für das gesamte Team sehr, sehr wichtig», betonte der Bayer. «David Almansa zeigte nach seiner Genesung eine unglaubliche Leistung. Er beendete die Trainings auf den Plätzen 1, 6 und 3 und sicherte sich mit dem vierten Startplatz eine hervorragende Ausgangsposition für das Rennen. Bemerkenswert war, dass er all dies ohne Windschatten schaffte, was auf dieser Strecke eine außergewöhnliche Leistung ist. Im Rennen übernahm er den Großteil der Arbeit an der Spitze des Feldes. Deshalb halte ich ihn für den stärksten Fahrer dieses Wochenendes. Der Sieg war hochverdient, übrigens sein zweiter in dieser Saison. Herzlichen Glückwunsch an ihn und seiner Crew zu diesem Erfolg.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach