Jetzt offiziell: MotoGP-Kalender 2027 ohne Ungarn-Grand-Prix
Am Dienstag wurde verkündet, dass das MotoGP-Finale auch 2027 in Valencia stattfinden wird. Kurz darauf folgte die Nachricht, dass der Ungarn-GP nach zwei Jahren wieder aus dem Kalender fliegt.
Wenige Stunden nach der Nachricht, dass das
«Die MotoGP Group kann bestätigen, dass der Grand Prix von Ungarn nicht im Kalender für 2027 aufgeführt sein wird. Ungarn bleibt jedoch weiterhin ein wichtiger Austragungsort für die Meisterschaft, und die MotoGP Group ist bestrebt, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden weitere Möglichkeiten für eine Rückkehr zu prüfen», hieß es in einem offiziellen Statement am Dienstagabend.
Die Nachricht war keine Überraschung mehr. SPEEDWEEK.com berichtete bereits mehrere Male, dass der Ungarn-GP 2027 aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr im Kalender aufscheinen wird. Nach zwei Grands Prix auf dem neuen Balaton Park Circuit stand in diesem Jahr fest, dass die Anlage dem Vermarktungsanspruch der MotoGP nicht gerecht wurde. Zu klein, zu wenig glamourös und als schlagendes Argument – zu wenig Zuschauer. Gut 80.000 Fans, die im vergangenen Juni über drei Tage den Ungarn-GP vor Ort verfolgten, passen nicht zur langfristigen Ausrichtung der Motorrad-Weltmeisterschaft unter Liberty Media. Deshalb wurde der Vertrag mit dem Balaton Park Circuit nicht verlängert.
Carlos Ezpeleta bestätigte im Juli gegenüber SPEEDWEEK.com das grundsätzliche Interesse am Ungarn-GP und hier im Speziellen am Veranstaltungsort Budapest. «Wir sind in Kontakt mit den Verantwortlichen und wir sehen mit Blick auf die längere Zukunft mehr Potenzial am Hungaroring für eine Austragung des Ungarn-GP.»
Doch ein schneller Wechsel vom Plattensee in die Hauptstadt ist nicht möglich. Der Schwenk zum Hungaroring scheitert an der nicht vorhandenen MotoGP-Homologation. Die notwendigen Investitionen im hohen zweistelligen Millionenbereich wurden vom Staat für den eigenen Betrieb nicht freigegeben. Eine Rückkehr der MotoGP, zuletzt fuhren die GP-Helden 1992 vor den Fans in Budapest, würde nicht nur viel Geld, sondern auch viel Zeit benötigen – Zeit, die das Management der MotoGP mit Blick auf 2027 nicht hat.
«Wir versuchen in den Gesprächen mit der Regierung zu verstehen, wie der Zeitplan für die Adaption des Hungarorings aussieht. Stand jetzt schaut es aber nach einer sehr großen Herausforderung aus, denn wir stehen ja bereits kurz davor, den Kalender für 2027 zu verabschieden», meinte Carlos Ezpeleta im Juli dieses Jahres. «Wie gesagt, unser Interesse ist vorhanden, aber die Situation lässt uns den Ungarn-GP mehr längerfristig denken. Für 2027 dürfte es sehr schwer werden.»
Nun folgte die endgültige Absage für den Ungarn-GP. Am 25. September, also am kommenden Freitag, wird dann der komplette MotoGP-Kalender 2027 veröffentlicht.
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