Acosta (1.) über möglichen ersten Grand-Prix-Sieg: «Habe keinen Druck!»
MotoGP-Ass Pedro Acosta war am Freitag in Spielberg eine Klasse für sich. Arbeitgeber KTM bescherte er einen perfekten Start in den Heim-GP. Was er sich von Teamkollege Brad Binder abschauen will.
KTM-Pilot Pedro Acosta erlebte am Freitag einen perfekten Start ins Rennwochenende auf dem Red Bull Ring. Im ersten freien Training war er vor Pol Espargaro der Schnellste. Die Session fand am Vormittag bei kühlen 13 Grad Celsius statt, weshalb sich alle Fahrer etwas zurückhielten und die Rundenzeiten verhältnismäßig langsam waren. Am Freitagnachmittag gab Acosta bei 20 Grad und deutlich besseren Bedingungen aber erneut den Ton an. Er erzielte mit seiner RC16 die Bestzeit und nahm Marc Marquez (Ducati), der Vierter wurde, zwei Zehntel ab.
«Ich bin zufrieden. Es war auch für KTM ein guter Start in den Heim-GP. Es war ähnlich, wie wir in Aragon gestartet sind. Ich bin happy», freute sich Acosta über den gelungenen Auftakt in Spielberg. «Wir haben aber immer noch Probleme in der langgezogenen Kurve 5 und in den Linkskurven 6 und 7. Ich versuche mich dort zu verbessern, denn Brad hat dort sehr beeindruckt.» Teamkollege Brad Binder zeigte als Siebter ebenfalls eine starke Leistung. Nach langer Zeit schaffte er an einem Freitag wieder den direkten Einzug ins Q2.
Mit welchem Hinterreifen hat er sich besser gefühlt – mit dem weichen Reifen der dem Medium? «Ich habe mich mit beiden Reifen gut gefühlt – ich kann mich nicht beschweren», meinte der 22-Jährige knapp.
Pedro Acosta: «Take it easy!»
Mit diesem starken Freitag – ist der erste GP-Sieg für Pedro Acosta an diesem Wochenende endlich fällig? «Es ist erst Freitag», winkte er ab. «Ich weiß es nicht. Wir müssen sehen, wie sich Ducati und Aprilia am Samstag verbessern werden. Aldeguer und Ogura waren sehr schnell. Letztes Jahr war Bezzecchi sehr schnell und Aldeguer hatte im Hauptrennen eine sehr gute Pace. Ich habe keinen Druck, ich will einfach sehen, wie es läuft. Es war gut, aber wir sind immer noch nicht dort, wo wir sein sollten. Take it easy!»
Wie sehr kann sich Acosta selbst noch steigern an diesem Wochenende? «Hoffentlich sehr viel», entgegnete er. «Aber man weiß es nie. Es läuft gut und ich bin happy, dass beide Werks-KTM im Q2 sind – daraus kann ich viele Informationen beziehen. Brad war 0,2 sec hinter mir, was sehr schön ist. Im dritten Sektor war er schneller als ich und genau dort habe ich meine Schwierigkeiten.»
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