Martin (Aprilia/5.) mit Anerkennung: «Pedro machte heute sein eigenes Ding»
Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin absolvierte ein erfolgreiches Spielberg-Zeittraining. Dem 2024er-MotoGP-Champion gelangen konstante Runden und die fünfte Zeit – direkt hinter Rivale Marc Marquez.
Nach einer nicht störungsfreien Auftaktsession am Freitagmorgen erlebte MotoGP-Mit-Tabellenführer Jorge Martin ein vielversprechendes Zeittraining. Bereits mit dem Medium-Reifen zählte Martin konstant zu den schnellsten. Als es «soft» gewechselt wurde, um den Einzug ins Q2 sicherzustellen, hielt der Madrilene das Tempo weiter hoch.
Auch von der turbulenten Endphase inklusive Unterbrechung der Session ließ sich Martin nicht aus der Ruhe bringen. In seiner letzten Runde gelangen eine 1:28,603 min und Platz 5. Der «Martinator» war damit nach Tag 1 in der Steiermark sehr überschaubare 0,018 Sekunden langsamer als Marc Marquez. Überhaupt ging es wieder verrückt eng zur Sache, denn zu Referenzpilot Pedro Acosta fehlten nach einer Stunde auch nur 0,222 Sekunden.
Im Media-Debrief ging es zunächst aber nicht um das Tempo des Spaniers. Wie ging es den schmerzenden Armen, die Martin beim San-Marino-GP vor einer Woche einen Podestplatz gekostet hatten? Martin: «Es lief überraschend gut. Als ich heute Morgen im FP1 unterwegs war, hatte ich null Probleme und ich war mir 100 Prozent sicher, dass ich ohne Operation auskomme. Am Nachmittag habe ich es gespürt, aber es war ok, und ich denke, es ist normal, weil man einfach etwas ermüdet.» Ob das Thema «Armpump» vorerst vom Tisch ist, wird sich aber erst im langen GP-Rennen beweisen.
Mit Blick auf die Zeitenliste zollte der Aprilia-Pilot Spitzenreiter Acosta Respekt. «Pedro schien heute sein eigenes Ding zu machen. «Er war außergewöhnlich stark und in jeder Runde sehr schnell», kommentierte Martin den Auftritt des KTM-Piloten.
Auch sich selbst vergaß Martin nicht: «Ich habe mich aber sehr stark gefühlt. Wir haben auf lange Runs gesetzt und meine Pace war konstant gut. Wir haben auch verstanden, an welchen Stellen es noch besser geht. Wenn wir das optimieren und die Kleinigkeiten über die Runde gesehen ausbügeln, denke ich, lässt sich die Lücke zur Spitze zufahren. Insbesondere im Vergleich zum letzten Jahr fühle ich mich viel besser – das Bike macht, was ich will.»
Bemerkenswert: Trotz guter Bedingungen während des einstündigen Zeittrainings unterbot auch KTM-Held Pedro Acosta (1:28,381 min) die All-Time-Bestmarke in Spielberg nicht. Mit 1:27,7 min ist weiterhin Jorge Martin der schnellste MotoGP-Pilot auf dem Red Bull Ring.
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